Warum Männer keine Hochzeiten planen

Nachdem ich dank dieses Blogs gerade erfahren habe, dass wir bei unserer Hochzeit selber kochen müssen, weil sämtliche Cateringfirmen keine Zeit oder Lust haben, oder wir sie uns schlichtweg nicht leisten können, soll an dieser Stelle mal etwa Grundsätzliches zum Thema Hochzeitsplanung erwähnt werden: Während Frauen bereits ein Jahr vor dem Tag aller Tage die Panik kriegen, ob sich alles ausgeht, hat mein Zukünftiger vor wenigen Tagen so nebenbei erwähnt, dass er sich eine Woche vorher wegen eines Anzugs „umschauen“ wird. Vielleicht ist diese grundlegend unterschiedliche Herangehensweise ja der Grund für diverse Meinungsverschiedenheiten vor der Hochzeit. Nur so eine Vermutung einer Frau, die das ganze Spielchen schon einmal miterleben durfte.

Mein wundervoller, SELBSTGESCHMIEDETER Verlobungsring. Und nein, das ist kein Unendlich-Symbol, sondern ein Kreisverkehr, in den vier Einfahrten, die für unsere Kinder stehen, münden. So was kommt dabei raus, wenn man einen Mann heiratet, der beruflich Straßen plant 🙂

Am 25. Oktober erhielt ich den romantischsten Antrag aller Zeiten. Eineinhalb Monate später habe ich es geschafft, H. davon zu überzeugen, dass die Gäste eventuell gern ein paar Wochen vor der Hochzeit darüber informiert würden, ob sie überhaupt eingeladen sind. Wegen der zum Farbschema passenden Kleidung warats 😉 Apropos: Habt ihr schon mal vom Farbton „Mauve“ gehört? Ich nicht. Weshalb ich die Farbe, die zwar schön aussieht, aber für mich klingt wie eine exotische Raupenart, auch liebevoll „Moov“ ausspreche. Ob die Gäste etwas in „Moov“ finden werden, ist Gott sei Dank nicht mein Problem. Ich darf an dem Tag Weiß tragen, das kenn ich und kann ich aussprechen. Einer der Vorteile, wenn man die Braut ist.

Fix, fixer, am fixesten

Aber zurück zu den Vorbereitungen. Folgende Punkte sind fix oder so was in der Art:

  • Location (so gut wie fix)
  • Floristin (am fixesten bisher)
  • DJ (fast so fix wie die Floristin)
  • Band für die Trauung (fixer gehts nicht)
  • Fotografin (zumindest gedanklich fix)
  • Torte (fixer als vor einer Woche, aber noch weit weg von abgehakt)
  • Termin für die Anprobe des Brautkleids (dank vielbeschäftigter Begleiterinnen überhaupt nicht fix)
  • Hochzeitstermin (erst fix, wenn es an dem Tag nicht regnet)
Wenn alles gut geht und mein Auserwählter bis zur Hochzeit einen passenden Anzug findet, wird hier mit 100 Gästen oder mehr königlich gespeist und gefeiert.

Macht auch von außen etwas her: Unsere Location, ein echtes Schloss, auch wenn es auf der Homepage seltsamerweise Conference Center Laxenburg genannt wird.

Aufmerksame Leser des Blogs bemerken vielleicht, dass etwas sehr Wesentliches noch fehlt: die Gästeliste. Dazu sei Folgendes gesagt: Man glaubt gar nicht, wie viele Leute man kennt und sogar mag, bis man sie zu seiner Hochzeit einladen will. Aber weil der nette Mann, der uns die Location gezeigt hat, bereits durch die Blume gemeint hat, dass maximal zehn Personen an einem Tisch Platz haben, ohne übereinander sitzen zu müssen, werden wir uns etwas einschränken müssen … oder dürfen. Auslegungssache. Zwei Durchgänge in Sachen Gästeliste gab es bereits. Einer davon endete in einer schmollenden Braut und einem ratlosen Bräutigam. So was nennt man sanfte Einführung ins Eheleben. Vielleicht wirds ja doch die Hochzeit am Strand…

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