… ausnahmsweise nicht bis zur Hochzeit, sondern bis der ganze Spuk mit dem kack Virus ein Ende hat. Tag 3 in Quarantäne – offiziell. Inoffiziell bin ich schon seit Mittwoch ans Bett bzw. die Couch gefesselt. Und seit vorgestern Nacht bin ich auf unbestimmte Dauer von H. getrennt. Unbestimmt deshalb, weil man sich zwar theoretisch nach fünf Tagen freitesten kann, mein Wert von vorgestern auf gestern aber gesunken ist und der ganze Schmarrn deshalb noch länger dauern kann. Ich verbringe den Tag mit Fernsehen, Arbeiten bzw. dem Versuch, es zu tun, Schlafen bzw. dem Versuch, es zu tun und Lesen bzw. dem Versuch, es zu tun.
Die meiste Zeit wünschte ich aber nur eines: H. endlich wieder küssen zu dürfen und ihn in meiner Nähe zu haben. Wir haben uns seit drei Tagen nicht mehr geküsst. So lange wie noch nie, seit wir uns kennen. Gerade war er für ein paar Minuten bei mir, um mir Essen zu bringen und den Müll mitzunehmen. Natürlich mit Maske – immerhin soll sich die Tortur wenigstens lohnen. So schön es ist, ihn zumindest kurz bei mir zu haben, so schrecklich ist es, ihn wieder gehen lassen zu müssen und allein zurück zu bleiben.
Schatz, wenn du das liest: Danke, dass du den Weg ständig auf dich nimmst, danke, dass du dich um eines meiner Kinder kümmerst und danke, dass du mich auch in Pyjama und mit Maske liebst … auch wenn es im Vergleich zu meiner Liebe immer nur ein Bruchteil ist 🙂 ❤