Ich gebs zu: Den Titel hab ich diesmal geklaut – von unseren Traurednerinnen, die ich vor einigen Tagen persönlich kennenlernen durfte. Nein, ich hab mich nicht verschrieben. Tatsächlich hatte nur ICH das Vergnügen, Linda und Birgit von „lindbirg“ zu treffen, genauer gesagt zu interviewen. Das Ganze war nämlich ausnahmsweise ein beruflicher Termin. Einer von denen, die großen Spaß machen, und nach denen man mit ganz viel Power und Freude heimfährt. Vor allem voller Vorfreude, was die eigene Hochzeit betrifft, denn wenn man Linda und Birgit nach ihren Erlebnissen als Traurednerinnen fragt, beginnen ihre Augen zu strahlen und man merkt, dass sie ihren Job unglaublich lieben. Ihren Job und die Brautpaare, die sie an ihrem schönsten Tag begleiten.
Eines davon werden bekanntlich H. und ich in weniger als sechs Monaten sein. Glaubt man den beiden Profis, befinden wir uns damit in jener Zeitspanne, in der die meisten Paare besonders oft streiten. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan von Statistiken, aber wenn es zu diesem Thema eine offizielle gibt, sind wir darin wohl vertreten. Ich will nicht näher ins Detail gehen. Nur so viel: Je größer die Zahl in der Ausgabenliste wird, desto kleiner wird der Vorrat an Geduldsfäden – beidseitig, versteht sich.
Die Summe selbst lasse ich besser unerwähnt, weil wir diesen Blog ja auch nach der Hochzeit lesen wollen, ohne dabei Magenschmerzen zu bekommen. Der ursprüngliche Plan von der einsamen Hochzeit am Strand ist jedenfalls plötzlich wieder öfter ein Thema 😉

PS: Auch wenn das Thema Politik auf unserem Blog eigentlich nichts verloren hat, soll hier die Erinnerung an ein wundervolles Erlebnis stehen, das wir heute gemeinsam mit unseren vier Kindern haben durften. Wir waren beim großen Benefizkonzert für die Ukraine im Ernst Happel Stadion live dabei. Das persönliche Highlight war für mich der Auftritt von zwei Frauen aus der Ukraine, die jener Kinder gedachten, die bisher in diesem schrecklichen Krieg ums Leben gekommen sind. Eine Schweigeminute im vollbesetzten Stadion sorgte sogar bei meinem kleinen Sohn für Tränen.
Wenn H. und ich mal wieder Probleme wälzen und, in unseren Augen, wichtige Diskussionen vom Zaun brechen, denke ich an dieses Konzert und an diese Ansprache. Und schon werden die eigenen Sorgen ganz klein… und die Liebe für meine Familie und Freunde noch viel größer ❤️