Für alle, die brav unseren Blog abonniert haben: Ja, die Mail in eurem Posteingang lügt nicht – es gibt tatsächlich Neues von der Hochzeitsfront. Eigentlich ja von der After-Hochzeitsfront alias Ehe-Alltag, aber ihr habt es so gewollt. Wir machen knallhart weiter 😉 Warum es die letzten Wochen so verdammt still um und von uns war, liegt an so einem beknackten Virus, das offensichtlich auch ein zweites Mal zuschlagen und einen k.o. hauen kann. Sprich: Statt Flitterwochen zu zweit in der Sonne gabs Einzelhaft im regnerischen Wien. Fragen zu meiner Stimmung in den vergangenen Wochen erübrigen sich hiermit wohl von selbst …
Nachdem auch noch drei von vier Kindern aus Solidarität mit mir gleich hintereinander krank geworden sind, fehlen nur noch mein MANN (das klingt echt gut ;-)) und unser großer Sohn mit dem berühmt berüchtigten Männerschnupfen. Das soll jetzt aber keine Aufforderung sein, dass ihr euch krankschreibt! Mein Bedarf an Doktorspielen ist gedeckt (Doppeldeutigkeiten sind rein zufällig).
Ihr seht schon: Die ersten vier Wochen als verheiratete Frau waren voll von Romantik, Urlaub, Erholung und Spaß. NOT! Trotzdem ziehe ich nach vier Wochen und ein paar Zerquetschten ein durchwegs positives Resümee, was dieses Eheding angeht. Es fühlt sich verdammt gut an, die Frau des weltbesten Mannes zu sein, und wenn wir uns nicht gerade wieder einen Steinbock-Jungfrau-Kampf liefern (schwer zu erraten, wer von uns beiden die Hörner hat), gilt auch mit Ring am rechten Zeigefinger die Devise: Verheiratet sein hat was! Ich für meinen Teil hatte daran ja auch nie einen Zweifel, die hatte ein gewisser Herr H. Aber ich will mal nicht so nachtragend sein. Jetzt hat er mich ein Leben lang an der Backe – das ist Strafe genug 😀 Woran ich mich aber erst noch gewöhnen muss, ist mein neuer Nachname. Ein Doppelname allein ist schon semispannend. Wenn man aber noch dazu laut Geburtsurkunde drei Vornamen hat, von denen zwei klingen, als wären sie aus der Bibel, macht es besonders viel Spaß, mit seinem vollen Namen zu unterschreiben.
Ein Bild vom Buffet bei der Hochzeit. Ich deute den dezent panischen Blick meines Mannes mit: Jetzt, wo wir verheiratet sind, ist ihr Teller voller als vorher. Tja Schatz: Ich sag nur LEBENSLANG 😛
An dieser Stelle ein großes Dankeschön im Nachhinein an unsere Standesbeamtin, die auf die Nennung meiner geliebten Zweit- und Drittvornamen bei der Trauung verzichtet hat. Ich war geistig schon darauf vorbereitet, meinen – zu dem Zeitpunkt – noch nicht Ehemann ob seines blöden Grinsers mit Blicken zu töten. Wär doch schad um ihn gewesen …
C hat wieder einmal etwas Geniales geschrieben – die Zusammenfassung unserer Hochzeit. Nicht schlecht – sie sollte Geld mit dem Schreiben verdienen! 😉
Hier ein paar Eindrücke aus meiner Sicht:
Laufen vorher geht sich nicht aus, Sohn sagt: ich soll das mit den gelben Socken lassen, er ist viel zu vernünftig, habe das Strumpfband (Wert: €150,00!!!) daheim vergessen – muss auf der Autobahn umdrehen – natürlich im Zuge der nächsten Abfahrt, komme in Laxenburg an, 3 Fotos fehlen, mein Trauzeuge kommt eh früher, vielleicht wäre sich eine Parkrunde doch ausgegangen, etwas beim Aufbauen helfen, Trauzeuge weggeschickt, um die restlichen Fotos zu drucken, Schwiegermutter vom Hotel holen, bissi was essen, umziehen, Söhne beim Umziehen beaufsichtigen, nur eine gelbe Socke anziehen – C hat mir am Vorabend schwarze extra beschriftete Socken geschenkt, froh sein, dass mein Trauzeige wieder da ist: er bindet den Kindern die Krawatten, raus gehen und die ersten Gäste begrüßen, in den Trauungssaal gehen und auf C warten, nicht glauben können, dass das wunderschöne Wesen im weißen Brautkleid wegen mir da ist, C kann singen!!!!!!!!!!! War einer der schönsten Momente, die Trauung genießen, viel Lächeln – waren viel schöne und lustige Momente dabei, C bemerkt meine gelbe Socke und schimpft nicht, finde mein Eheversprechen war echt gut, der Ring passt!!!!!!! – große Erleichterung, Wetter beim Fotografieren war gut, danach Gratulationen, Essen, der Hochzeitstanz war fast perfekt – nein: er war perfekt! Nicht vorzustellen, wenn wir früher angefangen hätten, ihn zu trainieren – würde ich aber nie zugeben!
Habe C übrigens ständig gesucht…
Zusammengefasst: ein perfekter Tag
Was ich jetzt auch schon sagen kann: nach einer Woche fühlt es sich echt gut an, mit C verheiratet zu sein
Die Bilder im Beitrag lasse ich diesmal unkommentiert. Ich glaube, sie sprechen für sich. Ein großes Dankeschön an unsere wundervolle Fotografin Rossi Nedyalkova von RossArt Fotografie, die unsere Liebe perfekt eingefangen hat. Alle anderen Beteiligten, die unsere Traumhochzeit so traumhaft schön gemacht haben, werden in einem anderen Beitrag separat erwähnt :-).
Vor etwas mehr als neun Monaten haben wir diesen Blog gestartet. Neun Monate lang haben wir geplant, diskutiert, gelacht, geweint, gestritten, uns vertragen und am Ende eine Hochzeit organisiert, die rückblickend betrachtet schöner, berührender, emotionaler, unterhaltsamer und bewegender war, als wir es uns je hätten vorstellen können. Noch nie ist es mir so schwer gefallen, einen Blogbeitrag zu verfassen. Nicht, weil ich kein passendes Material dazu hätte, sondern weil ich auch fünf Tage später nicht weiß, wie ich dieses für uns unvergessliche Erlebnis in Worte fassen soll. Kennt ihr das? Ihr stellt euch etwas monatelang vor, plant jedes Detail, seht alles genau vor eurem inneren Auge und könnt förmlich spüren, wie sich bestimmte Szenen anfühlen, wenn sie erst einmal passieren? So erging es mir mit unserer Hochzeit. Es verging kein Abend, an dem ich in Gedanken nicht im Brautkleid auf H. zuging, in seine Augen sah und vor dem Altar zitternd seine Hand nahm. Ich stellte mir den Einzug unserer Kinder vor und konnte vor lauter Rührung manchmal gar nicht mehr weiterfahren, wenn ich gerade mit dem Auto unterwegs war. Allein das Anhören unseres Einzugsliedes führte dazu, dass ich Ganzkörpergänsehaut und Pipi in den Augen hatte. Man zählt die Monate, die Wochen, die Tage und am Ende nur noch die Stunden, bis es so weit ist, und wenn es dann passiert, vergeht alles so schnell, dass man sich wünscht, man könnte es nochmal erleben …
Aber alles der Reihe nach. Die letzten Stunden vor der Hochzeit kann man in Sachen Stresslevel in etwa so beschreiben: Meine Mathe-Matura war ein Sch*** dagegen! 😉 Am Tag vor dem großen Tag durften wir dankenswerterweise schon in die Location, um Sachen hinzubringen und ein paar Dinge herzurichten. An dieser Stelle ein Tipp an alle Paare, die sich bald trauen: Eine Hochzeit am Freitag hat riesige Vorteile! Einer davon ist der, dass am Donnerstag nur wenige heiraten und man deshalb schon in der Location aufbauen kann. Den zweiten Vorteil erläutere ich gegen Ende des Beitrags. Also dranbleiben! 🙂 Zusammen mit meiner Bonustochter, der besten Trauzeugin plus mindestens genauso bester Trauzeugin-Assistentin schleppten wir Kisten voller Zeugs in das Conference Center Laxenburg, um den Hochzeitstag selbst ruhiger angehen zu können. Kleiner Spoiler: Vergesst es! Die größte Herausforderung waren die geplanten Tischkarten in Form von Fotos der Gästen, die wir auf den Tischen platzieren wollten. Das Problem daran: Ich hatte keinen Plan, wie ein paar von Hs Gästen aussehen, also spielten wir lustiges „Wer ist wer“ Bingo in der Hoffnung, dass das Gesicht zum Namen passt. An dieser Stelle sorry, falls ihr nicht neben eurer Partnerin oder eurem Mann gesessen seid – war keine Absicht (außer, ihr habt es genossen :-)).
Während wir Dekosteinchen, Tischfotos, Tombolapreise und Co jonglierten, holte H. die Blumen von der Floristin unseres Vertrauens und Pizza. Niemand will eine hungrige Brautzilla um sich haben. Vertraut mir! Nach ein paar Stunden konnten wir langsam erahnen, wie es am nächsten Tag aussehen würde. Dachten wir zumindest, denn in Wahrheit war das, was uns erwarten würde, jenseits unserer Vorstellung! Aber auch hier gilt: alles der Reihe nach. Zuhause angekommen, stand noch Ausdrucken genialer Sitzkarten, Tischnamenskärtchen und Co auf der Tagesordnung. Und weil unsere Gäste seltsamerweise wissen wollten, wo am Tisch sie Platz nehmen dürften, musste auch der Tischplan finalisiert werden. Klingt einfach, ist es aber nicht. Damit wären wir auch schon bei Tipp Nummer 2 für zukünftige Brautpaare angelangt: Bittet eure Gäste eindringlich und mehrmals darum, euch Bescheid zu geben, ob sie beim Essen dabei sind oder nicht. Abgesehen vom lustigen Tischroulette, das ein Brautpaar schon mal mehrere Tage beschäftigt, möchte das Catering nämlich auch gern Geld für jedes einzelne Gedeck haben. Und denen ist überraschenderweise völlig egal, ob betreffendes Gedeck dann auch genutzt wird oder nicht. Kurzum: Wenn man dem Brautpaar dabei helfen möchte, Zeit, Nerven und Geld zu sparen, wäre das eine perfekte Gelegenheit dazu ;-).
Mein festes Vorhaben am Tag vor der Hochzeit lautete: Ich bin spätestens um 22 Uhr im Bett. Als ich um kurz nach Mitternacht meine Äuglein schließe, ist mein Nervenkostüm in etwa gleich dünn wie die Decke, unter der ich bibbernd versuche, im Wohnwagen nicht zu erfrieren. 6 Stunden später, in denen ich davon träume, dass ich beim Einzug hinfalle, alle Gäste absagen oder die Location abbrennt, wache ich durch das liebliche Hämmern und Bohren auf der Baustelle nebenan auf. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Bauherren, der seine Mitarbeiter bereits um 6 Uhr zum Hackeln „motiviert“. Gut, dann heiraten wir eben mit Pandaaugen. Passen wenigstens perfekt zum übrigen Grungelook Marke „Ein Zombie sagt Ja“. Nachdem ich einen panischen Hilferuf an meine Stylistin mit der Bitte, alles einzupacken, was ihr Schminkkoffer in Sachen Abdecksachen hergibt, absende, werden die letzten Sachen zusammengekrallt (in absoluten Zahlen 13 Taschen, vier Koffer und sechs Kleidersäcke) und es geht los. Falls diesen Blog übrigens Lektoratskollegen oder Germanisten lesen sollten: Ja, ich habe vom Präteritum ins Präsens gewechselt und hab gar kein schlechtes Gewissen deshalb! Das nennt man künstlerische Freiheit oder die Nachwehen des Brautseins, die alles besonders dramatisch schildern möchte 😛
Die Fahrt zur Location lasse ich hierbei unerwähnt. Nur so viel: Man kann für einen Weg, den andere in 20 Minuten absolvieren, ohne Probleme auch 35 Minuten brauchen. Trotz oder gerade wegen eines Navis. Völlig entspannt, wunderschön und in voller Blüte entsteige ich an der Location dem blank polierten Auto (auch DAS ist künstlerische Freiheit). Die Hochzeit selbst fasse ich ab sofort nur noch in Stichworten zusammen, weil ich sonst gar nicht mehr zum Arbeiten komme. So kann sich jeder gern selbst ein Bild davon machen, was am 16. September in Laxenburg passiert ist. Nur glaubt mir eines: Egal, was ihr euch vorstellt – die Realität war noch viel viel schöner ❤
Hier also die Zusammenfassung unserer Traumhochzeit: Herumgerenne, wirres Lachen, Verzweifeln, hysterisches Lachen, Folie, Vasendesaster, Fotos, doch nicht Fotos, zu wenig Fotos, falsche Fotos, beste Freunde, Regen, Sonne, Wolkenbruch, rein, raus (nö, nicht, wie ihr denkt), Seifenblasen, mit Seife, ohne Seife, falsche Sessel, keine Sessel, Dinnertische ohne Tischtücher, Dinnertische doch mit Tischtüchern, Tombolapreise, Wühlkiste, Fotobox, Karaoke für Anfänger, Trauzeugin, Trauzeugin-Assistentin, Trauzeugin, die Trauzeugin-Assistentin sucht, Trauzeugin-Assistentin, die Braut sucht, Torte ohne Blumen, Torte doch mit Blumen, M&Ms für jeden Platz, M&Ms nur für fast alle Plätze, Fotoshow am Bildschirm, Bildschirm, den jemand einschalten hätte müssen, liebliche Zurufe Marke „Verschwinde jetzt endlich!“ in meine Richtung, schminken, doch nicht schminken, später schminken, zuerst andere schminken, Panikattacke, Notfalltropfen, oben ohne, Make-up in Hülle und Fülle, rein ins Kleid, wieder raus aus dem Kleid, posen, zittern, auf die Uhr schauen, noch mehr zittern, heulen, in Reih und Glied, Einzugslied, los geht’s, Rückzieher, doch nicht Rückzieher, fuck, was mach ich da????, oh, da steht er ja, Gott, wie hübsch er aussieht, Glück, Freude, Liebe, was, ich singe wirklich? Kuss, hinsetzen, zuhören, nichts richtig mitbekommen, weinen, noch mehr weinen, alle weinen, lachen, freuen, zittern, festhalten, Kinder umarmen, Ja sagen, schmusen, pures Glück, Seifenblasen, Jubel, Auszug, wir haben’s getan!!!!, es regnet ja gar nicht, ab zum Fotoshooting, Drohne überm Kopf, Lächeln im Gesicht, Regentropfen, blauer Himmel, schmusen, schmusen, noch mehr schmusen, Weberknecht im Kleid, Freude in den Augen, Hunger, Zeitcheck, zurück zur Location, lautstarker Empfang der Gäste, Akkordknuddeln und Fotobeweise, herzen, umarmen, freuen, glücklich sein, kurz was mampfen, Brautstrauß werfen, ab in den Saal, hopsende Gäste am Weg zum Buffet, lachen, plaudern, wohlfühlen, Emotionen, Glück, Ansprachen, Fotobox, Karikaturist, Gemälde, genießen, tanzen, herumwirbeln, Karaoke singen, Freunde wiedersehen, Mann suchen, Mann suchen, Mann suchen (x100), wiederfinden, Hochzeitstanz, tanzende Kinder mit Sonnenbrillen, volle Tanzfläche, glückliche Gäste, Mann unterm Kleid, Lichterketten vor dem Fenster, Strahlen in den Augen, feiern, lachen, plaudern, genießen, nicht glauben können, großartig finden, Abschied nehmen, Erinnerungen festhalten, ins Bett fallen, überwältigt einschlafen, als Ehefrau aufwachen… vollends glücklich sein.
P.S: Ich schulde euch noch den zweiten Grund dafür, warum es von Vorteil ist, an einem Freitag zu heiraten: Man hat das ganze Wochenende zum Realisieren, Ausschlafen und bei Bedarf Ausnüchtern 😉
Ich hab mich kurz von der Feier weggeschlichen, um in Ruhe den Tag Revue passieren zu lassen. Ich bin seit wenigen Stunden die Frau des großartigsten Mannes der Welt und die Hochzeit hätte nicht schöner sein können. Mit etwas Wehmut aber noch viel mehr Freude im Herzen neigt sich dieser unvergessliche Tag seinem Ende zu. Was bleibt, sind wunderschöne Erinnerungen, die sich fest in meinen Kopf und mein Herz eingebrannt haben. Heute, morgen und für immer ❤️
Morgen ist es so weit – ich kann nicht sagen, dass mich die Vorbereitungen zur Hochzeit sehr in Anspruch genommen haben. C und ihre Treuzeuginnenmädels haben den Großteil der Arbeit erledigt. Ein großes Dankeschön einmal in ihre Richtung!!!!
Die Sachen, für die ich zuständig war, sind erledigt. Ich und meine Kinder haben was zum Anziehen, die Fotobox steht und funktioniert (dauert aber ewig!!!!), die Karaokeanlage ist bereit (nehmt Ohrenstöpsel mit!!!), es wird etwas zu essen geben und das Beste: die Ringe sind fertig und echt genial schön geworden – finde ich.
C hatte ganz lange Angst, dass ich im gelben Glittersakko auftauche. Mal schauen… ganz soll ihre Angst nicht umsonst gewesen sein… 😉
Das letzte halbe Jahr war sehr stressig – nicht nur wegen der Hochzeit. Wir sind zusammengezogen und als Familie zusammengewachsen. Die Kinder verstehen sich prächtig und ich liebe C (trotz einiger Troubles) auch nach drei Jahren jeden Tag mehr. Sind gute Voraussetzungen für eine Hochzeit – finde ich.
Nur eines kann ich nicht verstehen – ganz viele haben mir gesagt, ich soll mich auf den schönsten Tag im Leben freuen und ihn genießen. Morgen wird ein wunderbarer Tag werden. Wir heiraten und werden mit den wichtigsten Menschen unseres Lebens ein großes Fest feiern. Aber der schönste Tag unseres Lebens wird es hoffentlich nicht werden.
Jeder nachfolgende Tag wird mindestens genauso schön oder noch schöner sein – wir schlafen nämlich gemeinsam ein und wachen gemeinsam auf – und das mit 2 einzigartigen Ringen an den Fingern.
Ich freue mich schon auf den Samstag…
C meint, wir werden vielleicht diesen Blog weiterführen – mal schauen – ich kann nicht versprechen, dass ich öfter schreibe. Wenn ich mal mehr als 10 Leser habe, bin ich sicher motivierter 😊
Übrigens: nochmal alles Gute zum Geburtstag Schwesterchen!!!!!
In ziemlich genau 17 Stunden stehe ich am Eingang zum Trauungssaal (ja, Saal, weil feststeht, dass es schütten wird und wir uns im Freien alles abfrieren würden) und mein Herz schlägt mir bis zum Hals. An meiner Seite meine Mama, vor mir unsere Kinder und wenige Meter entfernt der Mann, den ich mehr liebe, als ich es ihm je werde sagen können. Ich heirate die große Liebe meines Lebens, und auch wenn es in den vergangenen Monaten der Hochzeitsplanung nicht nur einmal Situationen gab, in denen einer von uns oder sogar beide nicht daran geglaubt hat/haben, dass wir es jemals so weit schaffen würden: Morgen werden wir tatsächlich Ja zueinander sagen. Und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.
Danke, dass ihr auf unserem Blog mitgelesen, mitgefiebert, mitgelacht und vielleicht auch ab und zu mitgeweint habt. Die Reise bis zum Jawort mit euch hat riesigen Spaß gemacht, und wenn wir es irgendwie zeitlich hinkriegen, werden wir auch nach der Hochzeit weiterschreiben und euch an unserem chaotischen Leben voller Liebe teilhaben lassen.
Drückt uns die Daumen, dass alles so klappt, wie wir es uns vorstellen. Fortsetzung folgt … 🙂
„Bride to be“ … In 3 Tagen bin ich nur noch die „Bride“ 😉
Wir schreiben den 13. September 2022. Vor einem Jahr um diese Zeit war ich noch nicht einmal verlobt. In etwas mehr als 75 Stunden bin ich bereits verheiratet. Noch dazu mit dem tollsten Mann der Welt. Um den unvergleichlichen Wolfgang Ambros zu zitieren: „Zwickts mi, i man, i tram“. Ein Zitat, das auf vieles zutrifft, was in den vergangenen Monaten passiert ist. Doch bevor ich am Freitag bei Regen und zitternd vor Kälte (dazu später mehr) auf H. zuschreite und hoffe, dass meine Mama mich gut festhält, damit es mich nicht hinhaut, wurde vergangenen Samstag erst einmal gepoltert. Mein erster Polterabend überhaupt – trotz bereits vorhandener Heiratsurkunde (bitte um etwas Mitleid :-)). Und WAS für ein genialer Polterer das war! Entgegen meiner Ankündigung, dass ich beim Poltern keinem anderen Mann auf den A*** starren wollte, habe ich sogar auf einen solchen gegriffen. Und das in einem Tutu am Pissoir. Aber auch dazu später mehr 😉
Die Voraussetzungen für einen ausgelassenen Nachmittag waren eigentlich denkbar schlecht. Ich schlafe seit einer Woche nur noch drei Stunden pro Nacht und könnte an jedem erdenklichen Platz zu jeder erdenklichen Zeit sofort wegpennen. „Also hoffentlich nichts mit viel Gehen oder so“, dachte ich hoffnungsvoll, als ich mich zusammen mit meiner Tochter auf den Weg zum Treffpunkt machte, wo mich die weltbeste Trauzeugin samt großartiger Trauzeugin-Assistentin in Empfang nahm. Und weil mich die beiden in- und auswendig kennen und wissen, wie sportlich ich bin, hatten sie genau das Passende geplant: Eine Schnitzeljagd quer durch Wien! 😀 Ausgerüstet mit einem rosa Armband, das mich offiziell als „Braut“ markierte, ging es los. Ich war zwar leicht irritiert, weil bis auf die drei sonst niemand da war, aber am Samstagnachmittag hatten wahrscheinlich schon alle was vor. Dann eben zu viert. Falsch gedacht!
Ein Buch voller cooler Aufgaben und netter Worte. Danke an M. und L. für die unglaubliche Mühe, die ihr da reingesteckt habt. Ihr seid einfach unglaublich ❤ Übrigens: Mein nächster Blog trägt genau diesen Titel 😉
Gerade als ich losstarten wollte, hörte ich hinter mir plötzlich vertraute Stimmen: Meine Tante und mein Onkel aus St. Valentin! Sie hatten im Blog vom Treffpunkt für den Polterabend gelesen und wollten mich überraschen. Fast noch mehr als von ihrem Besuch war ich jedoch von der Tatsache überrascht, dass tatsächlich jemand unseren Blog liest ;-). Meine Tante zeigte sich etwas irritiert darüber, dass ich so „normal“ aussah. Auf die Antwort auf ihre Frage „Wo ist das Tutu?“ gehe ich ebenfalls später noch genauer ein… Weil ich leider noch ein paar Dinge zu erledigen habe, bis ich endlich bei Regen und Schnee vor den Altar trete (merkt man eventuell, dass ich ein kleines Wettertrauma habe?), muss ich die Erzählung über den großartigen Poltertag leider etwas abkürzen. Ich hoffe, M. und L. verzeihen mir. Aber auch in der Kurzfassung kommt hoffentlich raus, wie genial ich den Tag gefunden habe ❤
Geleitet wurde ich bei meiner Schnitzeljagd von einem eigens kreierten Buch mit HANDGESCHRIEBENEN Fragen. Liebevoll und bis ins kleinste Detail geplant – so kenne und liebe ich L. und M. Nachdem ich mit Müh und Not jede Station gefunden hatte (mein Orientierungssinn ist legendär), wir dabei eine Demo von dezent verpeilten Mitmenschen kreuzten und ich immer mehr polterwütige Teilnehmerinnen einsammeln durfte, führte uns die vorletzte Station der Schnitzeljad zum 3D-Museum. Was man dort macht? Man setzt sich auf Einhörner, wird von Dinosauriern verfolgt, ertrinkt im Pool, bekommt einen Stromschlag oder flüchtet vor einem Krokodil. In meinem Fall in standesgemäßer Kleidung – womit wir auch schon beim angekündigten Tutu angelangt wären. An dieser Stelle lass ich ein Foto für sich sprechen. Wenn mein Brautkleid nicht passt, habe ich hiermit eine Alternative.
Keine Ahnung, warum ich mir bei der Suche nach dem Brautkleid so einen Stress gemacht habe. Das Outfit aus der Wühlkiste im 3D-Museum lässt garantiert jedes Männerherz höher schlagen :-).
Mein Highlight bei der Jagd nach dem perfekten Motiv war die Begegnung mit bereits erwähntem A*** am Pissoir. Dieser gehörte einem Muskelprotz, der auf meine Annäherungsversuche sehr distanziert reagierte und mich keines Blickes würdigte. Trotz rosa Tutus! Ihr glaubt mir nicht? Bitteschön:
Mein letzter Versuch, einem anderen Mann näherzukommen, endete mit einem Korb 😛
Nach dieser Abfuhr wollte ich nur noch eines: Mampfen! Im legendären Einstein, wo ich vor 20 Jahren schon nach der Uni „gechillt“ habe, wurde der Poltertag gebührend bei einem Wiener Schnitzel und viel Lachen abgerundet. Mit einem Erste Hilfe Koffer für die Ehe und der Gewissheit, dass ich die besten Freunde der Welt habe, gings ab nach Hause, wo ich in einen komatösen Schlaf fiel. Kein Alkohol macht verdammt müde 😉
P.S.: Ich schulde euch noch die Sache mit dem Wettertrauma. Auch hier lasse ich ein Foto für sich sprechen. Mitleid ist an dieser Stelle – in welcher Form auch immer – herzlich willkommen …
… sitze ich wahrscheinlich in irgendeiner Ecke im Conference Center Laxenburg und versuche, taumelnd einen Kübel zu treffen, um mich des köstlichen Buffets zu entledigen, das ich kurz zuvor genießen durfte. Der Grund für diese gar liebliche Vorstellung unserer Hochzeit ist die heutige Tanzstunde, die mir eines gezeigt hat: Ich hab durch die Geburt meiner Kinder nicht nur die Straffheit vieler Körperteile eingebüßt, sondern auch die Fähigkeit, mich drehen zu können, ohne das Gefühl zu haben, ich müsste die nächstbeste Klomuschel umarmen. Unser geschätzter Tanzlehrer Christoph hatte heute offensichtlich nicht nur einmal Angst um seinen blankgeputzten Saal, als er mich durch ebendiesen torkeln sah, während mein geliebter H. versucht hat, mir einzureden, dass „die schlechte Luft raus muss“. Damit aber genug der Ungustiositäten – schließlich ist dieser Blog dazu da, Lust aufs Heiraten zu machen. Von der Lust aufs Tanzen war nie die Rede 😉
Nein, mal ganz im Ernst: Auch wenn sich die Erde seit unserer Entscheidung, den Hochzeitstanz nicht nur schunkelnd zu absolvieren, zumindest für mich schneller zu drehen scheint, kann sich das Ergebnis nach nur 7(!) Tanzstunden in weniger als 2(!) Wochen wirklich sehen lassen. Christoph hat uns heute sogar ein Kompliment ob unserer Tanzkünste gemacht – obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob er das nicht jedem Brautpaar sagt in der Hoffnung, es bald los zu sein. Aber ein Blick in seine vier Augen hat mir gezeigt, er meint es ernst. Ich fühle mich deshalb beinahe schon wie eine Dancing Sternschnuppe: heiß und verglüht. An dieser Stelle eine große Empfehlung für Hochzeitstanz.wien. Hier lernen sogar leidenschaftliche Linksfüßer das Tanzen.
Was man hingegen weniger empfehlen kann, ist unsere Art der Hochzeitsplanung. Eine Woche vor unserem großen Tag kann ich nämlich eines mit absoluter Gewissheit sagen: Wer eine Hochzeit mit mehr als fünf Leuten aufziehen will und nicht gerade auf einer Waldlichtung mit Vogelgezwitscher zur musikalischen Umrahmung heiraten möchte, sollte sich ruhig ein paar Monate länger für die Planung Zeit nehmen. Und dabei ist die Suche nach einer Location, einer Traurednerin oder dem Catering noch das geringste Problem! Vielmehr ist der ganze Kleinsch***, der auf der Zielgeraden zu erledigen ist, die wahre Herausforderung! Plötzlich kommt man nämlich drauf, dass ein bloßes „Ja“ mit etwas Schmusibu vermutlich zu wenig ist, um die Gäste dauerhaft bei Laune zu halten. Da muss man schon mit ***** und ***** oder auch etwas *****, ganz zu schweigen von dem ***** und der ***** auffahren! Und all das sollte bestmöglich VOR der Hochzeit geregelt sein. Dankt mir später für den Tipp.
Um euch erahnen zu lassen, wovon ich hier tippe, nur ein kleiner Rückblick auf vergangenen Mittwoch. Da trafen sich die beste Trauzeugin von allen samt großartiger Trauzeugin-Assistentin mit einer sichtlich am Zahnfleisch daher kriechenden Braut, um so was wie einen Zeitplan aufzustellen. Nach 8(!) Stunden Tüfteln, Tippen und Turchdrehen (für eine gute Alliteration pfeif ich sogar auf die richtige Rechtschreibung) habe ich hier und heute endlich das Gefühl, dass die Gäste vor Ort nicht nur planlos herumirren, vor lauter Langeweile Löcher in die Luft starren oder Angst haben müssen, zu verhungern. Mit etwas Glück kriegt sogar die Braut die Möglichkeit, ihren Tag zu genießen – was H. betrifft, arbeiten wir noch daran. Ohne die zwei Mordsweiber (sie wissen, wie es gemeint ist) hätte sich mein Nervenkostüm mittlerweile auf Nimmerwiedersehen verabschiedet. Dank L. und M. gibt es jedoch jetzt einen Plan – einen echten wahrhaftigen Plan! Jetzt müssen sich nur noch alle dran halten und das Wetter muss mitspielen, dann freu ich mich sogar auf das Intermezzo mit dem Kübel in der Ecke.
Apropos: Ich habe Hunger!
H. ist gerade mit drei Freunden auf Polterwochenende in Altaussee. Mit etwas Glück kommt er mit so einem sexy Schnauzer zurück. (sorry, Schatz, aber das Bild durfte ich unseren treuen Fans nicht vorenthalten :-P)
P.S.: Ihr fragt euch, warum ich wenige Tage vor der Hochzeit überhaupt Zeit habe, einen Blogbeitrag zu schreiben? Ganz einfach: H. spielt mit seinen drei engsten Freunden gerade eine Folge von Hangover in Altaussee nach. Mal schauen, ob mein Liebster am Ende auch mit einem ausgeschlagenen Zahn oder einem fremden Baby antanzt 😉 Ich halte euch auf dem Laufenden! Morgen findet dann mein Polterabend statt – genauer gesagt mein Polternachmittag. Ich hab keine Ahnung, was mich erwartet. Ich soll nur um 13 Uhr am Stephansplatz sein. Ob mir so ein Tribal-Tattoo auf der Schläfe steht? 😉
Noch weniger als 2 Wochen – und nein: ich habe noch keine Panik.
Bissi was fehlt noch bzw. ist erledigt – fast😊:
Das Buffet muss noch final bestellt werden. Die wollen auch eine Anzahlung von 50% haben!!! Sollte ich auch bei mir im Büro einführen – ich verzichte übrigens auf die Powidltascherln
Ich muss noch meinen Anzug holen (bezahlt ist er schon) – Schuhe brauche ich noch. C hat Angst, dass ich wie Thomas Gottschalk daherkomme. Alle mit dem Geburtsjahr 197x und älter wissen, von was / wem ich rede. Was soll ich sagen? Ich habe doch keine Locken!!!
Die Fotobox ist fast unterwegs
Die musikalische Untermalungen für diverse Aktionen sind ebenfalls entschieden – ich wusste nicht, dass beim „Erscheinen“ der Torte ein eigenes Lied gespielt wird!
Etwas Sorgen mache ich mir um die Musik. Verantwortlich dafür ist unser DJ – ein ganz lieber ehemalige Kollege / immer noch Freund von C. Und das ist auch das Problem. Ich fürchte, dass er jetzt schon von ihr beeinflusst wurde, welche Musik er spielen wird. C hat schon angekündigt, dass er auch ein Schlager spielen wird. SCHLAGER!!!! Auf Rammstein verzichte ich eh schon. Ist wirklich nicht jedermanns Sache. Aber auf die Foo Fighters, The Killers oder auf Mando Diao bestehe ich. Und wenn die Helene oder der Andreas singen, fahre ich in die Stadthalle 😉
Ah ja – bevor ich es vergesse: was C und viele andere niemals geglaubt hätten… die Ringe werden rechtzeitig fertig! Hätte mir sogar noch eine Woche länger Zeit lassen können 😊. Die sind echt genial geworden, finde ich. Ich hoffe, Cs Ring passt auch… wird spannend
Eigentlich hatte ich ja versprochen, dass sich die Beitragsanzahl auf unserem Blog in Richtung Hochzeit deutlich erhöhen würde. Was wir dabei jedoch nicht bedacht hatten: Das Schreiben müssen nach wie vor wir selbst übernehmen – ein kleines Detail, das dazu führt, dass wir in den verbleibenden 18(!!!!!!!) Tagen bis zur Hochzeit wohl doch nicht, wie ursprünglich geplant, täglich etwas veröffentlichen werden. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für unsere Nachlässigkeit, aber blöderweise plant sich das Ganze auch so kurz davor nicht von allein. Ganz im Gegenteil! In den vergangenen Tagen haben wir vermutlich mehr für unseren großen Tag organisiert als in den ganzen Monaten zuvor. So viel, dass ich nicht weiß, wo ich mit meinen Erzählungen anfangen soll. Also habt bitte etwas Nachsicht mit einer Braut, die unter akutem Schlafmangel leidet und vergangene Woche gleich mehrere Aha-Erlebnis der besonderen Art hatte. Aber alles der Reihe nach …
Mein liebster Ehegatte in spe hat mich seit Beginn der Planung mit einem einzigen, immer und immer wiederkehrenden Satz in den Wahnsinn getrieben: „Es geht sich immer alles aus.“ Während ich vor Aufregung rotiert bin und nicht wusste, wo mir der Kopf vor lauter Videograf, Band, Traurednerin, Fotografin und sämtlichen anderen Helferleins unserer Hochzeit steht, hatte er die Ruhe weg. Ein zustimmendes „Mmhm“ war das Höchste der Gefühle, wenn ich ihn nach seiner Meinung zu etwas befragt habe. Gerade, als ich mich damit abgefunden hatte, dass mein geliebter Hochzeitsmuffel auch durch sein eigenes Jawort niemals zu einem Ehe-Fan mutieren würde, kommt er plötzlich mit einer Überraschung nach der anderen um die Ecke! Nicht nur, dass er sämtliche Anrufe mit Catering und Co führt und mich dadurch vor etwas ganz Schrecklichem bewahrt – nämlich Telefonieren (ich hasse es!) -, hat er auch still und heimlich unsere Eheringe designt! Jetzt gerade sitzt er in einer Werkstatt, um die guten Stücke im Schweiße seines Angesichts selbst zu schmieden! (Das wäre mal wieder einen Zwischenapplaus wert – treue Leser unseres Blogs wissen, was ich meine ;-)) Ich werde die guten Stücke erst bei der Hochzeit selbst NACH dem Jawort sehen! Drückt mir die Daumen, dass es keine Totenkopfringe sind 😀
H. designt und schmiedet unsere Ringe selbst. Ich finde, der Anfang sieht schon sehr vielversprechend aus 🙂
Aber nicht nur damit hat mich H. in letzter Zeit umgehauen. Letzte Woche ist plötzlich eine Nachricht von ihm auf meinem Handy eingetrudelt: „Dienstagabend Tanzkurs. Hast du Zeit? Dann sage ich zu.“ H. und Tanzen – diese Kombi ist in etwa so wahrscheinlich wie gutes Wetter bei unserer Hochzeit (etwas Schwarzmalerei darf sein ;-)). Ihr müsst wissen, dass ich schon seit Monaten davon rede, mit meinem Liebsten das Tanzbein zu schwingen. Immer wieder haben wir uns nach passenden Tanzkursen umgesehen, doch das Richtige war nie dabei. Zumindest habe ich es nicht gefunden. Dafür H.! Nachdem wir nämlich daraufgekommen sind, dass der Hochzeitstanz kein unwesentliches Element des Tages darstellt und ein leidenschaftliche „Hosentürlreiber“ vielleicht nicht das geeignete Mittel ist, um die Gäste zu beeindrucken, hatte H. die glorreiche Idee, einen Profi zu engagieren, um unsere linken Füße zumindest halbwegs in Gleichschritt zu bringen. Und nach drei Stunden unter den wachsamen Augen unseres genialen Lehrers Christoph von „Hochzeitstanz Wien“ kann ich mit Stolz verkünden: Ich steige H. nur noch bei jedem dritten Schritt auf die Zehen und er dreht mich bereits deutlich seltener in die falsche Richtung. Noch ein paar Wochen und wir habens drauf! Oh, ich vergaß. Die 18 Tage-Frist! Na gut, dann wirds halt ein Hosentürlreiber deluxe 😛
Wir zwei in unserer ersten Tanzstunde. Um es mit den Worten unseres Tanzlehrers zu sagen: „3 Wochen sind sportlich“ :-D.
Ich fasse zusammen: H. hat sich um die Ringe und sämtliche Telefonate sowie den Tanzkurs gekümmert. Außerdem hat jetzt auch das letzte Kind etwas Passendes zum Anziehen und auch die Details für die Torte sind geklärt. Dazu waren wir nochmal im Mehlspeislabor, wo uns Christina hervorragend beraten hat. Die Torte wird ein Traum! Aber dazu am 16. September mehr 🙂 Die To-Do-Liste schrumpft langsam aber doch und wir haben die letzten Zusagen unserer Gäste erhalten. Besser gesagt, glauben wir, dass wir alle Zusagen erhalten haben, denn die liebe C. alias meine Wenigkeit hat ein wahres Kunststück vollbracht: Ich habe die Mailadresse, an die die Gäste ihre Zusagen plus Fotos schicken sollten, gelöscht. Einfach so. Mir war gerade danach *verzweifeltschau*
An dieser Stelle auch die Erklärung für den Titel des Beitrags: Jetzt wird sich zeigen, wer diesen Blog wirklich aufmerksam liest, denn hiermit verkünde ich voller Stolz die neue Mailadresse, die ich nur noch angreife, wenn H. mir seine ausdrückliche Erlaubnis dazu gibt. Also, liebe Gäste: Alle, die eine dünne aber liebevoll gestaltete Einladung von H. und mir erhalten haben – seid bitte so lieb und schickt uns eure Zusage plus nettem Foto von euch an hacon160922@gmx.at. Falls sich sonst noch jemand davon angesprochen fühlt – wir freuen uns immer über Fanpost! Nur Einladung gibt’s trotzdem keine 😉
War sonst noch was …? Mal überlegen … Ich weiß nicht so recht. Mir fällt grad nichts ein … Ach, ja! Ich habe endlich mein Brautkleid abgeholt! Zusammen mit Kerstin, der besten Trauzeugin-Assistentin-Assistentin von allen, habe ich mich ein halbes Jahr nach dem Aussuchen meines Kleides auf zu True Society gemacht, um der Wahrheit ins verfressene Auge zu blicken. Die Folgen des dreitägigen All-inclusive-Urlaubs sind nämlich leider immer noch nicht ganz verschwunden. Meine leise Hoffnung: Sie haben mein Brautkleid eine Nummer größer bestellt … dem war leider nicht so. Also konnte ich nur noch beten.
Als ich den weißen Kleidersack mit meinem Namen darauf in der Kabine hängen sah, hämmerte mein Herz wie verrückt. Würde mir das Kleid noch gefallen? Wäre ich vielleicht enttäuscht? Was, wenn mein gutes Gefühl vom letzten Mal nicht mehr da wäre? Meine Brautberaterin Vanessa öffnete den Reißverschluss – und da war es! Als ich mein Kleid wiedersah, durchfuhr mich ein Glücksgefühl und ich wusste: Das ist es! Das ist mein Kleid! Jetzt musste es nur noch passen. Vanessa hatte zwar etwas Mühe beim letzten Knopf, aber nach wenigen Minuten konnte ich mich das erste Mal nach vielen Monaten wieder in meinem Traumkleid sehen. Es passte perfekt. Es war wunderschön. ICH fühlte mich wunderschön. Genau so möchte ich H. in 18 Tagen heiraten. In genau diesem Kleid möchte ich auf ihn zugehen und den Blick in seinen Augen sehen, der hoffentlich nur eines sagt: Ja, ich will!
In dem Sack hängt das schönste Kleid, das ich je gesehen habe. Wer meinen Gesichtsausdruck nicht deuten kann: So sieht pure Freude aus ❤