Ja, es stimmt – die derzeitige Stimmung, was die Hochzeitsvorbereitungen betrifft, hat etwas Luft nach oben.
Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe.
Zu wenig Zeit für alles
Im Büro ist im Moment alles gleichzeitig fertig zu machen – bräuchte 30 Stunden pro Tag – zusätzlich!
Habe das Material für unser Poolhaus bekommen (nach 3 Monaten Wartezeit) – es steht noch immer dort, wo es der LKW abgeladen hat.
4 Bäume müssen noch eingepflanzt werden – die stehen an einen großen Baum gelehnt neben der Einfahrt – seit 3 Wochen. Ich hoffe, die leben noch, wenn ich sie einsetze
Partner und Papa sollte ich auch noch sein
Ich glaube, ich sollte auch bei meiner Mama einiges reparieren und herrichten – sorry Mom!!!!!
Dass auch C auf Grund ihrer unzähligen beruflichen Aktivitäten (GsD hat sie auch irre viel zu tun) sich eigentlich klonen müsste, sei auch einmal erwähnt…
Unterstützt wurde die durchwachsene Stimmung von der Absage einiger wirklich wesentlicher und wichtiger Personen, die wir unbedingt dabeihaben wollten.
Von einer befürchteten Wiedereinführung der Maskenpflicht im Herbst ganz zu schweigen.
Bei der ganzen Sache auf der Strecke geblieben sind: die Hochzeitsvorbereitungen und das Wissen meiner Verlobten, dass ich mich dafür interessiere, mithelfe – und ganz wichtig: mich darauf freue!!!!!. Hoffentlich kann ich mich in den letzten Wochen mehr einbringen.
Wenigstens habe ich den Pool aktiviert (den Filter zu reinigen war die Hölle!!!!!! – nächsten Herbst muss ich ihn entleeren, um die kleinräumige Nachahmung der Evolution vom Einzeller zum Säugetier zu verhindern)
Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll, aber als wir den Blog gestartet haben, wollten wir ehrlich über alles berichten, was bei der Planung einer Hochzeit so passieren oder wie es uns dabei gehen kann, also wird es diesmal einen etwas ernsteren Einblick in das Ganze geben. In der Hoffnung, dass ihr uns dennoch oder gerade deshalb als Leser die Treue haltet. Ich würde mich jedenfalls freuen.
Wenn man sich dafür entscheidet, „Ja“ zu einem Menschen zu sagen und diese Zeremonie mit Familie und Freunden ganz groß feiern will, hat man unweigerlich eine Vorstellung davon, wie alles werden soll. Und in meinem Fall kann man es nicht erwarten, jedes noch so kleine Detail zu planen und den Tag damit nicht nur für uns unvergesslich zu machen. Ich habe mich unglaublich auf die Vorbereitung gefreut. Aufs Pläne schmieden, Ideen austauschen, Überraschungen aushecken und vor allem auf das Tage zählen, bis ich H. endlich gegenüberstehen darf. Mein letzter Gedanke vor dem Schlafengehen war seit der Fixierung des Hochzeitstermins jener, wie ich im Brautkleid auf H. zuschreite und ihm bei meinem Anblick die Luft wegbleibt. Ich habe jeden Tag das Lied, zu dem ich auf ihn zugehen möchte, angehört – und jedes Mal hatte ich schon bei den ersten Tönen Tränen in den Augen. Ich habe H. vor 32 Monaten zu lieben begonnen und wollte diese Liebe in einem Fest gipfeln lassen, das unserer Liebe würdig ist.
Doch in den vergangenen Wochen hat mich die Realität eingeholt und in die große Vorfreude hat sich zusehends etwas Ernüchterung eingeschlichen. Die erste Hiobsbotschaft war jene, dass wichtige Menschen bei der Hochzeit nicht dabei sein werden. Einer davon ist mein Papa. Was das für mich bedeutet, können wahrscheinlich nur Bräute wirklich nachvollziehen. Dazu kommt, dass ich immer mehr das Gefühl hatte, ich sei die Einzige, die sich für all das wirklich von ganzem Herzen begeistern würde und den großen Tag nicht erwarten könnte. Anfangs habe ich noch versucht, andere mit meiner Euphorie anzustecken, doch meine Euphorie für all das teilen vermutlich nur ganz wenige Menschen. Heute, genau 80 Tage vor unserer Hochzeit, sitze ich hier an meinem Laptop, schaue nebenher eine meiner Hochzeitssendungen und werde beim glücklichen Anblick der Brautpaare sentimental. So viel Mühe, die sie in die Planung investiert haben, so viele persönliche Details, die ihren besonderen Tag unvergessen machen und so viel Liebe, die zwei Menschen verbindet, wenn sie „Ja“ zueinander sagen … mich durchströmt bei diesem Anblick nach wie vor ein Glücksgefühl, das sich nur schwer mit Worten beschreiben lässt.
80 Tage vor unserem Jawort haben wir noch keine Einladungen verschickt. Von einem Zeitplan wage ich schon gar nicht mehr zu reden. 80 Tage vor unserem Jawort fehlen noch viele Details, die unsere Hochzeit besonders machen sollen. 80 Tage vor unserem Jawort ist leider vieles nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Nur eines wird sich nie ändern: Es gibt nur einen Menschen auf der Welt, zu dem ich von Herzen „Ja“ sagen möchte…
Das wichtigste zuerst: ich habe ein Outfit für den 16. September.
Das erste, was die Verkäuferin letzten Samstag zu mir gesagt hat war: ich sag es gleich, wir müssen nehmen, was da ist, bestellen können wir nichts mehr – das würde erst im Dezember kommen.
Den Gedanken, dass C vielleicht recht hatte und ich mir nicht soooo lange Zeit lassen hätte dürfen, habe ich sofort erfolgreich verdrängt.
Das erste, was ich beim Betreten des Geschäftes (nach der Begrüßung der Verkäuferin) gesagt habe war: so einen Anzug sicher nicht – und habe auf ein seltsam aussehendes Sakko gezeigt.
Neben unseren Söhnen S und L war noch mein Trauzeuge dabei. Als Leiter der IT Abteilung der Wiener. Linien der einzige von uns mit massig Anzugtragerfahrung. Unbezahlbar, wie sich in den nächsten 1 ½ Stunden herausstellen sollte.
Ich spare uns allen die Details. Nur so viel: Es wurde der Anzug, den ich anfangs sicher nicht wollte 😊
Was sonst noch geschah:
Bin rechtzeitig zu S Tanzmeisterschaften in Porec genesen und wir (C, S, L und ich) konnten dabei sein, wie S und ihre Tanzgruppe die Konkurrenz zerlegten (oder zertanzten) und in einer der wichtigsten Kategorien gewonnen haben. Bin sehr stolz auf S!!!
Unser Garten schaut mittlerweile aus, wie ein Garten und nicht mehr wie ein Dschungel. An dem Tag, an dem der Bagger aufgefahren ist haben tausende Schnecken ihre Heimat verloren. Hoffentlich haben sie bei meinen Nachbarn eine neue gefunden.
Letztes Wochenende hat sich C den Vertrag mit Laxenburg nochmals angeschaut. Dabei ist sie draufgekommen, dass wir bereits vor Wochen die erste Rate anzahlen hätten müssen. C hat Angst, dass wir damit den Termin verloren haben. Ich bin noch recht ruhig und freue mich erstmal über den saucoolen Anzug
Ps: auf unsere unterschiedlichen Humorniveaus, die C in ihrem vor 35 Minuten veröffentlichten Beitrag beschrieben hat, werde ich vielleicht später noch eingehen. Was ich definitiv weiß: niemand, wirklich niemand sollte die Farbe Gelb bis zum 16.09.2022 erwähnen
Pss: ich habe natürlich seit gestern Abend auch noch andere Sachen gemacht, als das hier zu schreiben 😉
Ich sitze gerade in einem Café und warte auf meinen Sohnemann, der seine Freizeit mit Körbewerfen verbringt, während mein Liebster laut eigener Aussage tatsächlich und wahrhaftig an einem Blogartikel schreibt! Seid ihr auch so aufgeregt wie ich? Ich dachte mir, die Herausforderung nehm ich an und tippe parallel dazu ein paar Zeilen. Mal schauen, wer schneller ist (er sitzt seit gestern Abend an seinem Beitrag ;-)).
Grund für seine nächste Wortspende ist der Besuch von ihm, den Jungs und seinem Trauzeugen im Brautmodengeschäft oder in diesem Fall eher Bräutigammodengeschäft unserer Wahl. Was dort genau geschah, wissen nur er, die Verkäuferin und sein Gefolge. Doch ich kann kurz schildern, wie es mir wenige Minuten vor seiner Abfahrt ergangen ist. Da hat mich kurzzeitig die blanke Angst gepackt, ich könnte am Altar einen Teletubbie vorfinden. Mein Zukünftiger hat in seiner unvergleichlich humorvollen Art nämlich zu seinem Sohn gemeint, sie könnten doch alle gelbe Anzüge tragen. Das Bild, das ich die kommenden Stunden (und wahrscheinlich bis zur Hochzeit) im Kopf habe, will ich gar nicht genau schildern. Nur so viel: Ich habe mich in meinen Zukünftigen NICHT wegen seines Humors verliebt!!!!!!
Wie schon mehrfach erwähnt, ist er das Beste, was mir je passiert ist. Der Mensch, den ich über alles liebe, mit dem ich alt werden und noch gaaaaaaanz viele gemeinsame Jahre verbringen möchte. Aber wenn es darum geht, was wir lustig finden, sind wir bis auf wenige Ausnahmen (Otto zählt zum Beispiel dazu) meilenweit auseinander. Seine „Späßchen“ à la „Ich heirate im Paillettensakko, mit Glitzer, Strass, Federn oder am besten allem zusammen“ haben mich schon viele schlaflose Nächte gekostet. Und auch wenn er behauptet, er nehme das mit der Hochzeit sehr ernst: Spätestens, als er meinte, wir könnten beim Auszug von der Trauung Rammstein spielen, hatte ich leichte Zweifel …
Aber ich denke jetzt einfach mal positiv und hab große Hoffnung, dass unsere zwei Jungs nicht zulassen würde, dass ich einen gelben Wellensittich mit Glitzersakko heiraten muss. Die Aussage von meinem Sohn lautete „H. sieht gut aus“. Das ist wohl das größte Kompliment, das man von einem Zehnjährigen bekommen kann. Hs Beschreibung nach ist sein Anzug eher ausgefallen, etwas, das nicht jeder hat, und zu dem seine langen Haare passen. Ich rechne mit einer Mischung aus Zauberer und Zirkusdirektor. Egal wie: Er wird großartig aussehen und ich werde es nicht erwarten können, „Ja“ zu sagen 🙂
Heute ist es so weit: H. sucht zusammen mit unseren zwei Jungs und seinem Trauzeugen einen Anzug für die Hochzeit aus. Termin ist im selben Geschäft, in dem ich auch mein Brautkleid gefunden habe. Ich weiß zwar nicht, wie es sich für einen Mann anfühlt, wenn er seinen Hochzeitsanzug das erste Mal trägt, aber wenn das Gefühl nur halb so schön ist wie meines von vor vier Monaten, hat er heute von Kopf bis Fuß Gänsehaut. Ich wünsche es ihm …
Bevor ich mit dem eigentlichen Thema des heutigen Beitrags beginne, nur ein kurzes Update: Ja, H. lebt noch, nein, wir sind nicht getrennt, ja, er möchte auch weiterhin für den Blog schreiben und nein, er weiß nicht, wann das sein wird. Ich tippe auf den 17. September 😉 Kurzum: Eine Großbaustelle im heimischen Garten, geschätzte 1293987 Projekte und vier Kinder (plus pflegeleichte Verlobte) machen es ihm gerade etwas schwer, genug Zeit und Muse fürs Schreiben aufzubringen. Falls ihr jetzt denkt, das kann doch nicht so schwer sein – er freut sich sicher über Tipps, wie man statt mit vier nur noch mit zwei Stunden Schlaf auskommt 😉
Eigentlich hätte ich auch a bissi was zu tun, aber es gibt einen guten Grund, warum ich mich melde: Sie sind daaaaaa! Wahrhaftig und wirklich daaaaaa! Und sie sind toll geworden. Romantisch, witzig, schön … einfach toll! Wovon ich schreibe? Natürlich von unseren Einladungen! Wir schreiben den 8. Juni 2022. In drei Monaten und 8 Tagen heiraten wir und unsere Gäste werden voraussichtlich nicht erst Anfang September eine Einladung in Händen halten. Ist das nicht wundervoll? Ich hab den Glauben daran schon fast aufgegeben, aber mithilfe der eh scho wissen besten Trauzeugin plus Assistentin plus Assistentin Assistentin sind tatsächlich lesenswerte Einladungen entstanden, die hoffentlich zeigen, was auf unserer Hochzeit abseits von all dem Glamour wirklich zählt: Die Liebe zwischen meinem Tausendsassa und meinereiner.
Gestern wurden die Einladungen geliefert und ich muss gestehen, dass sich bei ihrem Anblick bzw. dem ersten Angreifen (Fans der deutschen Sprache wissen, was ich meine) kurz der Monk in mir gemeldet hat. Das Papier ist nämlich ziemlich dünn und ich war etwas besorgt (H. würde es wohl anders nennen), dass sie dadurch „billig“ wirken würden. Aber unsere zwei Mädels haben mich beruhigt und so werden unsere Gäste etwas dünne, aber nicht minder schöne Einladungen bekommen. Plus zwei kleine Goodies, aber welche das sind, verraten wir nicht. Für alle, die schon ein „Save the Date“ erhalten haben und dementsprechend damit rechnen dürfen, auch auf der Einladungsliste zu stehen: Seid doch so gut und schickt uns eure Adresse! 😉
Die Titelseite darf ich euch zeigen. Das Innenleben bleibt (noch) unseren Gästen vorenthalten :-).
Was sonst noch geschah: Ich habe vor zwei Wochen mit Schrecken festgestellt, dass wir keinen Paravent, Torbogen oder so ein Blumendingsbums haben, vor dem die Traurednerin steht bzw. wir (hoffentlich) sitzen. Also hab ich kurz gegoogelt und mit Freude festgestellt, dass es gleich ums Eck von uns ein tolles Geschäft ausschließlich für Hochzeitsdeko gibt. Doch wenn ihr jetzt glaubt, ICH wäre die mit den strahlenden Augen gewesen, als wir das Geschäft betreten haben, irrt ihr euch gewaltig. Beim Anblick von zwei überdimensionalen weiß-goldenen Thronen (nicht die Bienen, die Königssessel!) hat mein Zukünftiger fast Schnappatmung bekommen und wollte sofort ein Bild von uns als Monarchenpaar haben. Dem etwas verwirrten Gesichtsausdruck der Verkäuferin nach zu urteilen, reagiert nicht jeder Mann dermaßen euphorisch auf die riesigen Sessel. Spoiler: Wir werden beim Hochzeitsessen nicht auf einem Thron sitzen!
Plötzlich Kaiserpaar. Meinem Liebsten hat die Vorstellung gefallen. Mir haben die überdimensionalen Throne eher Angst gemacht :-).
Während wir uns weiter im vor Blumendeko, edlem Geschirr, Schnickschnack und Chichi vollen Geschäft umgeschaut haben, habe ich mit meiner Handtasche einen silbernen Kerzenständer umgeschmissen und für die berühmten glücksbringenden Scherben gesorgt. Nach mehrfacher Entschuldigung meinerseits konnten wir uns schließlich dem eigentlichen Grund unseres Besuches widmen: einem Torbogen/Blumenbogen/Paravent – was weiß ich, wie das heißt.
Dank einer unglaublich netten und geduldigen Verkäuferin, die nervigen Bräuten seit zehn Jahren Deko-technisch zur Seite steht, haben wir alles gefunden, was unseren schönsten Tag noch schöner macht, weshalb wir das Geschäft http://www.dekowien.at sehr gerne weiterempfehlen.
Damit ist es wohl mal wieder an der Zeit für eine Checkliste. Na dann …
Brautkleid: check
Anzug für den Bräutigam: Anprobetermin am Samstag, also halbcheck
Brautjungfernkleider für die Mädels: check
Anzüge für die Jungs: siehe Anprobetermin oben
Location: check
Traurednerin: check
Standesbeamtin: check
Catering: check
Fotografin: check
Videograf: check
Make up Profi: check
Haarkünstlerin: check
Hochzeitstorte: check
Blumendeko: so gut wie check, weil noch keine Zeit zum Aussuchen, aber Floristin steht
Gästeliste: 99 Prozent check
Einladungen: 90 Prozent check (Adressen nicht vergessen!)
Paraventdingsbums: check
Tischkarten: im Kopf gecheckt
Gastgeschenke: im Kopf so was von gecheckt
Brautschuhe: verzweifelt schau
Vorfreude: riesig!
Kurz und gut: Langsam aber sicher wird’s was. Jetzt muss nur H. noch irgendwann mal Zeit finden, um sich hier zu verewigen, dann würden sich auch die Fragen besorgter Leser*innen, ob es ihm eh gut geht, erübrigen. Also Schatz: Mach was! 😉
Heute beginne ich mit einem wertvollen Tipp an alle Eltern: Gebt euren Kindern die Möglichkeit, in irgendeinem Verein aktiv zu sein. Erstens bringt das dem Kind selbst verdammt viel und zweitens hat man vielleicht das Glück, dass der Nachwuchs in dem, was er/sie tut, richtig gut ist, und man ihn/sie zu diversen Turnieren begleiten darf. Und wenn man so richtig Schwein hat, findet so ein Wettbewerb nicht in Hinterstoder oder Buxtehude statt, sondern im wunderschönen Poreč am Meer. An dieser Stelle Danke an Hs Tochter S., die uns als Begleitung bei den World Dance Masters in Kroatien dabeihaben wollte. Und wir haben unseren Job als Glücksbringer richtig gut gemacht, denn S. hat mit ihrem Verein gleich drei Podestplätze geholt und darf sich jetzt offiziell Weltmeisterin nennen 🥳 Wir sind stolz auf dich – damit das hier auch schriftlich festgehalten wird 😉
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir waren in den vergangenen Tagen in Kroatien und durften nicht nur viiiiiiiiiiiiiielen Menschen beim Tanzen zusehen, sondern auch im Meer plantschen, am Pool liegen oder uns beim Volleyball verletzen. Okay, Letzteres betrifft nur mich und eine richtige Verletzung wars auch nicht, aber es hat mich einmal mehr darin bestätigt, dass Sport einfach nichts für mich ist. Da liege ich lieber in der Sonne, lese ein Buch oder checke Mails, in denen sich eine Nachricht der besten Trauzeugin von allen befindet. Stichwort: Einladung final! Diesmal aber wirklich!
Ich war nämlich schon dezent verzweifelt, weil ich bei jedem Durchlesen etwas gefunden habe, das mich gestört hat. Aber nicht, weil L. Mist gebaut hat, sondern weil ich schlichtweg aus meiner Monk-Haut nicht raus kann. Berufskrankheit oder dezenter Klescher – wahrscheinlich eine nervige Mischung aus beidem. Jedenfalls ist es jetzt fast sicher: Unsere Gäste werden tatsächlich eine Einladung bekommen. Wenn ich es jetzt auch noch schaffe, die Maße der Einladung mit denen der Kuverts auf einen Nenner zu bringen, werden die Einladungen vielleicht sogar verschickt. Drückt uns die Daumen!
Apropos Daumen drücken: H. hat seine Coronaerkrankung haarscharf überlebt und mich, wie durch ein Wunder, nicht angesteckt. Anscheinend stecken wir uns gegenseitig nur mit schlechter Laune an. Vor allem anderen sind wir gefeit.
Apropos schlechte Laune: Wir sind gerade auf dem Heimweg nach Wien und stehen im Stau vor der Mautstelle. Falls mich jemand sucht: Ich bin am Meer… zumindest in Gedanken 🙄
Drei Dinge, um mich glücklich zu machen: Sonne, Meer und H. 😊
Mein Sohn hat mich offensichtlich angesteckt. Er war nach 5 Tagen wieder frei – bissi Husten und bissi Schnupfen – mehr war es bei ihm zum Glück nicht.
Bei mir ist es genau anders. C hat gestern erstmals mitbekommen, wie schlimm es ist, und wie sehr ich leide, wenn ich hohes Fieber, verstopfte Nebenhöhlen, fürchterliche Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Halsweh habe. Sie kümmert sich wirklich sehr um mich. Kocht, geht einkaufen, schaut, dass es mit an nichts fehlt. Ich bin wirklich froh, dass sie bei mir ist. Leider darf sie nicht zu nah zu mir – ich liege tagsüber weit weg von allen anderen auf der Terrasse und schlafe allein im Wohnwagen. Ich freue mich schon sooooo sehr, wenn ich C wieder küssen, umarmen und schmusen darf – frühestens nächsten Dienstag.
Hochzeitsmäßig ist einiges passiert. Die Einladungen sind fast fertig und werden in den nächsten 3 Monaten versendet. Ich habe einen Termin zum Anzugschauen für die Männer der Familie vereinbart – keine Angst, es war nie geplant nackt zu heiraten. Die Nackthochzeit war Thema, solange noch keine Gäste eingeplant waren. Spätestens mit dem Wunsch, meine Mama dabei haben zu wollen, waren wir gedanklich vollständig bekleidet 😊. Nächste Punkte, die erledigt werden: darf ich nicht verraten
Wen es interessiert, wie extrem hoch mein Fieber gestern war, schaut sich nochmal den Titel des Beitrages an…
… wird endlich eine Einladung! Würde ich nicht gerade beim Friseur sitzen, würde ich jetzt Luftsprünge machen und einen Freudentanz veranstalten, aber ich möchte nicht riskieren, dass ich Hausverbot bekomme. Schließlich werde ich die Dienste meiner Friseurin noch dringend vor der Hochzeit brauchen. Hat sie mich doch gerade gefragt, ob ich meine grauen Haare nicht lieber färben lassen möchte! Nur um das hier festzuhalten: In der vergangenen Woche habe ich erfahren, dass ich fast taub bin, mein Sehvermögen immer schlechter wird und jetzt auch noch, dass ich bald Rudi Carell (Gott hab ihn selig) haartechnisch Konkurrenz mache! Ich möchte ja nichts sagen, aber vor der Hochzeitsplanung war von alldem noch keine Rede…
Das Gute ist: H. muss mich auch mit Blindenhund und Hörgerät heiraten. Denn, um auf den Anfang des Beitrags zurück zu kommen: Wir haben unsere Einladungen!!! Und damit eine kleine Restchance, dass irgendwelche der eingeplanten Gäste tatsächlich auch zur Hochzeit erscheinen. Und soll ich euch was verraten? Die Einladungen sind der absolute Hammer! Und verantwortlich dafür ist die bereits des Öfteren genannte beste Trauzeugin von allen samt himmlischer Assistentin alias Ehefrau. Ich würde sie euch soooo gern zeigen (also die Einladungen, nicht die zwei Turteltauben 😋), aber ich darf leider nicht. Noch nicht!
Nur so viel: Die Einladung bietet sowohl für romantische Menschen als auch Männer gleichermaßen etwas zum Schmunzeln und Seufzen – vor Rührung versteht sich. . Apropos Rührung: Etwas, das mir vor Rührung fast die Tränen in die Augen getrieben hat, ist die Tatsache, dass mein Zukünftiger einen Termin für die Anzuganprobe fixiert hat! Er wird also nicht nackt heiraten! Juhuuuuu! Obwohl… 😏
Ich bin’s mal wieder: Die Braut, die sich zu schreiben traut 😋 Ich hab gerade ein paar Minuten Zeit und dachte mir, die nutze ich, um euch von einem Trauma zu erzählen, das ich seit 17 Jahren mit mir rumtrage, und das durch die Hochzeit wieder akut geworden ist: Ich hab Angst, als Clown zu heiraten. Nein, ich hab mich nicht verschrieben. Ich hab keine Angst, EINEN Clown zu heiraten, sondern wie einer auszusehen, wenn ich am Altar stehe.
Und die Angst ist durchaus berechtigt. Denn es begab sich zu jener Zeit, als ich das erste Mal das Glück hatte, Braut sein zu dürfen, als ich auf der Suche nach einer Visagistin bei der Wahl ebendieser den wohl größten Griff ins Klo gemacht habe. Oder anders gesagt: Hätte Stephen King zu der Zeit den zweiten Teil von „Es“ gedreht, wäre ich die Idealbesetzung gewesen. Oder nochmal anders gesagt: Ich habe 250 Euro dafür bezahlt, um beim Blick in den Spiegel vor Verzweiflung zu heulen und mich schlussendlich in Windeseile selbst zu schminken. Ich glaub, dabei hab ich auf einer Seite den Lidschatten vergessen, aber davon hat zum Glück meine „Traumfrisur“ Marke „Wie viel Haarnadeln mit künstlichen Blütenköpfen passen auf einen einzelnen Schädel? “ abgelenkt.
Wenig verwunderlich, dass ich mir beim zweiten Versuch ein derartiges Desaster ersparen und mich von vornherein selbst schminken wollte. Bis, ja bis ich Geli traf. Eine Visagistin, die einen tatsächlich schöner macht anstatt zu verunstalten und dabei auch noch auf die Wünsche der Braut eingeht. Halleluja!!!
Beim heutigen Frühstück mit dieser Meisterin der Schminkpinsel hatte ich erstmals das Gefühl, ich könnte mein Trauma besiegen und als strahlende und toll geschminkte Braut „Ja“ sagen. Und wenn alles gut geht, heirate ich diesmal sogar mit Lidschatten auf beiden Augen!!! Also sorry, Stephen, aber du musst dir wohl einen anderen Horrorclown suchen, denn diesmal schau ich Bombe aus 😉