Da gibt man (oder in unserem Fall eher frau 😜) sich solche Mühe, mit romantischen Beiträgen rund ums Heiraten die Gunst und Herzen der Leser zu gewinnen, und was passiert? Der Beitrag mit dem Titel „Trennung auf Zeit“ schlägt alle Rekorde in der Leserstatistik!
Das kann eigentlich nur zwei Gründe haben: Entweder, ich bin eine verdammt gute Teaserin, oder ihr habt alle ein Faible für Seifenopern mit Hang zum Drama 😉 Im Fall von Letzterem kann ich euch beruhigen: Je näher die Hochzeit rückt, umso mehr ähnelt das Ganze hier einer adaptieren Version von GZSZ.
Einen kleinen Vorgeschmack hat das Texten der Einladungen am vergangenen Wochenende geboten. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an meine Trauzeugin samt Trauzeugin-Assistentin alias Grillteller (kleiner Isider) plus Trauzeugin-Assistentin-Assistentin. Ohne eure Hilfe würden die Einladungen bei der Hochzeit direkt verteilt werden. Ihr seid die Geilsten!
Apropos geil: Am Wochenende war auch der Polterabend ein Thema. Nachdem ich in einem Alter heirate, in dem es schon eine Leistung ist, wenn man den Vorabendfilm im Fernsehen wach übersteht, wird es in meinem Fall eher ein Polternachmittag werden. Absolutes No-go dabei: Nacktes Fleisch, das vor meiner Nase tanzt. Außer, es ist ein Wiener Schnitzel. Die glorreiche Idee meiner Trauzeugin war daher eine Alpaka-Wanderung. So leid es mir tut, sie zu enttäuschen, aber wenn ich beim Spazierengehen jemanden ständig auffordern will, weiterzugehen, der mich noch dazu ignoriert, tritt oder bei Bedarf bespuckt, nehme ich meine Kinder mit.
Wenn also jemand eine Idee fürs Poltern hat, bei dem Körperflüssigkeiten keine Rolle spielen: Her damit! 😁
Um etwaigen Anrufen und WhatsApp-Nachrichten gleich zuvorzukommen: Nein, wir haben uns nicht getrennt und nein, wir haben es auch nicht vor. Aber ich kann bekanntlich nur für mich sprechen 😉 Vielmehr verbringen H. und ich die kommenden vier Tage getrennt voneinander, weil ich mit den tollsten Mädels von allen auf ein Schreib-Retreat fahre. Zumindest nennen wir es offiziell so, um den Anschein zu erwecken, wir würden dort arbeiten. In Wahrheit werden wir vermutlich vier Tage lang durchquatschen, schlemmen, lachen und die Sonne genießen.
NEIN! Ich nehm alles zurück! Die vier Tage werden wir tatsächlich, echt und ganz wirklich zum Schreiben nutzen. Wenn man, wie wir, sein Geld damit verdient, selbstständig großartige (etwas Eigenlob darf sein) Texte zu produzieren, hat man den großen Vorteil, dass man immer und überall arbeiten kann. Diese Tatsache nutzen wir aus und verbringen die kommenden Tage in einem – laut Bildern – grandiosen Haus in Niederösterreich. Ich freu mich narrisch drauf! Wenn … ja, wenn da nicht ein gewisser H. wäre, den ich jetzt vier Tage lang nicht sehen kann. Vom gemeinsamen Einschlafen und Aufwachen ganz zu schweigen.
Das Ladekabel im Hintergrund trübt etwas den romantischen Eindruck, aber die Rosen sprechen für sich, H. ist einfach der Allerbeste 🙂 .
Und weil er ganz tief in seinem Herzen ein echter Romantiker ist, hat er mir gestern Abend einen Strauß Rosen und lauter kleine Liebesbotschaften – für jeden Tag eine – zum Abschied geschenkt. Sorry Mädels, aber dieser großartige Mann ist leider schon vergeben 😛 Da ich es zeitlich und aufgrund akuter Müdigkeit gestern und heute Früh nicht mehr geschafft habe, ihm eine Botschaft zu hinterlassen, nutze ich unseren Blog dafür:
Mein Schatz! Ich werde dich in den kommenden Tagen schrecklich vermissen und kann es kaum erwarten, bald wieder bei dir sein zu können. Genieß die Ruhe und denk ab und zu an mich. Ich werde es ständig tun ❤ Und um das morgendliche Gesülze etwas zu dämpfen, verabschiede ich mich mit Hs. Lieblingsspruch an unsere Kinder, wenn sie aus der Tür gehen: Brav bleiben, kein Alkohol und keine Drogen *lach* Ich liebe dich!
Ich hab einen Tag gebraucht, um mich vom Schock zu erholen, dass irgendein Mann, der behauptet, mein Verlobter zu sein, plötzlich auf MEINEM Blog schreibt 😜 Spaß ohne: Willkommen zurück! Schön, dass du wieder da bist! Wenn du „Videograf“ jetzt noch mit „f“ und nicht mit „ph“ schreibst, hab ich dich noch mehr lieb 😁
Ihr seht schon: Ich bin gut gelaunt. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass wir gestern Abend bei einem netten Spaziergang über etwas geredet habe, das anscheinend nicht unwesentlich für eine Hochzeit ist. Stichwort „Einladungen“. Innerhalb von einer Stunde hatten wir tatsächlich gute Ideen und konkrete Pläne, die mit etwas Glück dazu führen könnten, dass unsere erlesene Gästeschar noch rechtzeitig erfährt, wo und wann die große Sause stattfindet. Ein heikles Thema ist nach wie vor jedoch die Frage, ob eine Begleitung für jeden Gast zwingend notwendig ist. Oder anders gesagt: Wir hätten ein paar Stehplätze zu vergeben. Das ist bei Hochzeiten eh üblich, oder? Bis wir diese Frage beantwortet haben, freuen wir uns einfach mal über diesen immensen Fortschritt. Jetzt noch einen Anzug für H. und irgendwas Ringartiges für die Zeremonie, und das Ganze könnte echt gut werden 😉
Nein, ich überlasse diesen Blog nicht komplett meiner Verlobten. Und auch aus der Hochzeitsplanung ziehe ich mich nicht zurück – auch wenn C leider manchmal das Gefühl hat.
Ich sage jetzt nicht, dass wir eh schon bis auf die Anzüge der Herren und die Ringe fertig sind. Bissi was ist noch zu tun… wir haben aber noch über 4 Monate!!!!!!
Gestern haben wir den besten und tollsten Videographen Westeuropas beauftragt, ein Video unserer Hochzeit zu drehen – zieht euch also schick an, es wird gefilmt!
Es ist jetzt, glaube ich, ca. 3 Wochen her, dass wir gemeinsam in Favoriten wohnen. Im Wohnwagen wird es immer wärmer – ich brauche keine Haube mehr – und unsere Nachbarn gewöhnen sich an unseren Anblick (C im Bademantel, ich mit Jogginghose und zerzausten Haaren), wie wir um 06:00 Uhr vom Wohnwagen ins Haus torkeln.
Jetzt noch vielleicht eine kleine Entschuldigung meiner langen Abwesenheit: Mir geht gerade der Ar… nicht zusammen – 4 Großprojekte, die gleichzeitig geplant werden müssen, Kollegen kündigen manchmal, der Garten wird demnächst umgegraben – auch das muss geplant werden… vom Anbau, der Terrasse und dem Poolhaus ganz zu schweigen ☹
Muss mal wieder über meine Prioritäten nachdenken…
Man nehme einen großen Sack Schokolinsen, 100 kleine Plastiktüten, eine vage Gästeanzahl und das mathematische Wissen eines Vorschülers und schon hat man die Grundlagen für meine heutige Freizeitbeschäftigung mit dem Titel „Teile geschätzte 1.000 M&Ms so auf, dass alle 120 oder 130 oder was weiß ich wie viel Gäste immer circa dieselbe Menge bekommen“. Oder ihr seid gescheiter als ich und esst alle Schokodinger einfach selber auf, denn ich kann euch verraten: Es geht si net aus!
Mein Lösungsvorschlag war ja, dass wir einfach auslosen, welche Gäste unser in Schokolade gefasstes Porträt erhalten. Aber dann ist mir eingefallen, dass die bei der Hochzeit ja vielleicht miteinander reden und auf diese Weise rausfinden, dass sie benachteiligt wurden. Könnte sich negativ aufs Geldgeschenk auswirken, also lassen wirs lieber 😜
Idee war gut, die Ausführung scheiterte an Mathe 😜
Stattdessen haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, eine weitere Packung Schokolinsen zu kaufen, um wirklich alle Gäste damit zu beglücken. Ich frage mich nur, wer die restlichen Sackerl packt. Hat jemand H. gesehen?
Ja, sorry, ich schon wieder. Alle, die glauben, dass sich H. angesichts des Planungs- und Alltagsstresses und des damit verbundenen unrunden Verhaltens seiner Verlobten bereits nach Südamerika abgesetzt hat, kann ich beruhigen: Er hat nur Besseres zu tun, als euch mit seinen Weisheiten zu beglücken. Spaß!!! Er hat einfach sehr viel zu tun (während ich nicht weiß, wohin mit meiner vielen Freizeit… kann man Sarkasmus eigentlich lesen? ;-)), aber ich hab die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ihr irgendwann auch wieder mal was von ihm lesen werdet. Bis dahin müsst ihr mit mir Vorlieb nehmen. Fürs Ent-Abonnieren ist es leider zu spät…
Ich verspreche auch hoch und heilig, meine teils schlechte Laune zumindest während des Tippens dieser Zeilen (hab ich schon mal erwähnt, wie sehr ich auf den Genitiv stehe? *lol*) zu zügeln und gute Stimmung zu verbreiten. Beginnen wir damit, dass heute die Sonne scheint und wir im Wohnwagen bereits 5 und nicht mehr nur 3 Grad haben. Ist doch ein Grund zum Jubeln! Was die Schlafsituation betrifft, nehme ich mein euphorisches „Im Wohnwagen zu schlafen, macht mir gar nichts aus“ hiermit übrigens zurück. Aber nicht etwa wegen der Temperaturen, die sogar einen Pinguin zur Verzweiflung treiben würden, sondern wegen der Tatsache, dass es im Wohnwagen weder einen Fernseher noch Wlan gibt. KEIN FERNSEHER!!!!! Also auch kein Trash-TV und damit auch keine up-to-datige C., was Single-Bauern oder verzweifelte Heiratsbesessene betrifft. Ganz zu schweigen davon, was sich die Nachbarn wohl denken, wenn sie uns jeden Tag zwischen 6 und halb 7 dabei beobachten, wie wir mit Flip-Flops und Bademantel bekleidet von unserer Bleibe ins Haus schlurfen. Mich würde es ja nicht wundern, wenn in Kürze mal das Jugendamt vor der Tür steht.
Heute vor zwei Jahren: Da war es warm und sonnig und wir hatten ein Klo, das nicht durch eine Einfahrt von unserem „Schlafzimmer“ getrennt war. Ach, war das schön ;-).
So viel also dazu, dass wir ein Haus mit Sauna und Pool und eine 120 Quadratmeter Wohnung besitzen, aber froh sein müssen, beim Schlafen nicht zu erfrieren. Falls jemand eine Idee hat, wo genau wir falsch abgebogen sind, bitte melden 😉 Halt! Stopp! Gute Stimmung lautet die Devise! Na, dann widme ich mich hiermit meinem Lieblingsthema – nein, ausnahmsweise nicht Single-Bauern, obwohl ich sie wirklich ganz schrecklich vermisse. Es gibt Neues zu unserer Hochzeit! Nein, wir haben noch keine Einladungen und nein, H. hat noch immer keinen Anzug und nein, wir wissen auch immer noch nicht zu 100 Prozent, wen wir genau dabeihaben wollen. Aber das ist doch alles unwichtig, denn etwas viel Bedeutenderes ist passiert! Ein Meilenstein in der Planung, der gefehlt hat, um diese Hochzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, für dessen Umsetzung uns Frank die Traumreise auf die Malediven mit Tränen der Rührung überreicht hätte (Ihr habt keine Ahnung, wovon ich schreibe? Schaut mehr Hochzeitssendungen!).
Vor ein paar Tagen wurden sie endlich geliefert. Lange hat es gedauert, viel Schweiß, Blut und Tränen sind bei deren Entstehung geflossen, doch das Warten hat sich gelohnt. Wir dürfen uns nun nämlich stolze Besitzer eines eineinhalb Kilo schweren Sackerls voller M&Ms mit unserem Konterfei nennen! Wir zwei verewigt auf Schokolinsen! Kann es etwas Schöneres geben? Ehrlich gesagt: Ja! Das Problem bei der Vereinigung eines Fotos von zwei Menschen und Mini-Schokodingern ist nämlich der fehlende Platz, um die Gesichter dementsprechend ansehnlich abzudrucken. Kurzfassung: Wir sehen auf den M&Ms aus, als hätten wir beide eine Gesichtslähmung und einen Bad Hair Day in einem. Ehrlich gesagt war ich beim Anblick der Schokolinsen so geschockt, dass ich kurz überlegt habe, das Geld für die Hochzeit lieber in einen Besuch bei Dr. Worsegg zu investieren. Aber ein Blick in den Spiegel hat gezeigt, dass die Realität zumindest nicht ganz so furchterregend ausschaut. Wenn ich mich nicht gerade tiefgefroren und mit zerzausten Haaren aus einem Wohnwagen schleppe.
Die zwei ringförmigen Abbildungen auf den M&Ms sind zwar nicht wir, aber unsere Gesichter sehen so ähnlich aus. Unser Konterfei kann man hier nur erahnen. Aber ich verspreche, irgendwann seht ihr die ganze „Pracht“ :-).
Falls ihr an dieser Stelle auf ein Beweisbild des Desasters in Schokoform wartet, muss ich euch leider enttäuschen. Wir wollen den Überraschungseffekt für unsere Gäste nicht zerstören … warum sollen nur wir zwei bei unserem Anblick vor Schreck zusammenzucken? Aber ich werde zu gegebener Zeit ein Foto mit euch teilen. Spätestens dann, wenn die Einladungen raus sind. Also freut euch schon mal auf den August 😉
P.S. An dieser Stelle eine wichtige Richtigstellung, falls der Eindruck entsteht, dass die Firma, die diese – im Grunde – geniale Idee mit den bedruckbaren Schokolinsen hatte, einen Fehler gemacht hätte: Die M&Ms ohne unser Bild schauen wirklich spitze aus! Wir müssen wohl einfach nur an unserer Schokoladenseite arbeiten …
Wer darauf gewartet hat, dass hier mal wieder ein Beitrag von H. steht, den muss ich leider enttäuschen. Bin wieder nur ich, die ein paar Zeilen schreibt, damit der Blog nicht ganz verkümmert und uns die letzten Fans den Rücken kehren. Wir schreiben Ende April, und wenn ich in der Schule richtig aufgepasst habe, sollte da draußen eigentlich Frühling sein. Davon ist aber nicht viel zu bemerken. Ich trage einen Mantel und friere trotzdem, es sieht nach Regen aus und die Stimmung passt sich dem Wetter an: Wolkig mit Aussicht auf Frostbeulen.
Um die Stimmung zumindest etwas aufzuhellen, treffe ich mich jetzt gleich mit meiner Trauzeugin zum Frühstück, um über die Hochzeit zu plaudern und Ideen für die Einladungen in die Tat umzusetzen. Das Thema Hochzeit kommt bei uns in letzter Zeit nämlich viel zu kurz, was ich persönlich traurig finde. Meinen Zeitplan hab ich mittlerweile auch völlig verworfen. Einladungen acht Monate vor der Hochzeit? Dass ich nicht lache! Vier Monate vorher muss auch gehen – wenn nicht, haben wir eben zu zweit viel zu essen. Dafür wird der Videograf immer realistischer. Also haben wir auch jemanden, der uns beim alleinigen Vernichten des Buffets filmt.
In diesem Sinne mal wieder ein Tipp an alle, die heiraten wollen: Freut euch auf euren großen Tag und macht ihn ganz oft zum Thema. Ansonsten vermisst man bei der Planung nicht selten die Frühlingsgefühle, und das wäre schade …
Dass ich diesen Titel jemals schreiben und auch noch ernst meinen würde, zeigt, was echte Liebe mit einem macht. Nach zweieinhalb großartigen Tagen mit meiner nicht minder großartigen Tochter geht es heute wieder zurück nach Wien und ich freue mich wie verrückt darauf, heute Nacht wieder mit H. einzuschlafen. Auch wenn es in einem Wohnwagen in Favoriten ist 😁
Malta ist definitiv eine Reise wert…
Die Zeit auf Malta war wunderschön, und während ich diese Zeilen tippe, sitze ich am Hauptplatz in Valletta in der Sonne und schlürfe einen herrlichen Cappuccino. Wer mich kennt weiß, dass da fast nichts drübergeht. Aber irgendwas oder besser gesagt irgendwer fehlt… Kleiner Tipp: es/er fängt mit H. an und endet mit arald 😋
In diesem Sinne: Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut, aber jetzt ist es wieder an der Zeit für den unwiderstehlichen Charme des 10. Bezirks 😉
Das Gefühl habe ich zwar mindestens dreimal die Woche, aber seit heute ist es auch offiziell: Ich bin alt. Verdammt alt sogar. Der Grund, warum ich mich so fühle, ist ausnahmsweise nicht mangelnder Schlaf oder ungesunde Ernährung, sondern eine wunderhübsche junge Dame, die ich heute vor 18 Jahren das erste Mal in Händen halten durfte. Die Rede ist von meiner Tochter, von der ich hier mit ausdrücklicher Erlaubnis ein Foto veröffentlichen darf. Hätte ich in meiner Jugend so ausgesehen wie sie, hätte ich darauf bestanden, dass man Plakate mit meinem Porträt bedruckt. Aber was weiß ich schon … ich bin schließlich nur die Mutter. Die alte wohlgemerkt.
Geburtstags-Ausflug nach Malta mit meiner hübschen, volljährigen Tochter. Warum ich Malta jetzt schon liebe? Weil mich eine Dame im Hotel für Ls Schwester gehalten hat 😀
Bevor ich mir jetzt gleich Kukident besorge und eine Runde mit meinem Rollator drehe, möchte ich noch ein paar Impressionen unserer aktuellen Destination mit euch teilen. Wir sind seit ein paar Stunden nämlich auf Malta. Auf ausdrücklichen Wunsch des Geburtstagskindes, das darauf bestanden hat, seinen Ehrentag nicht zu Hause zu verbringen. Meine Große findet’s nämlich nicht so „wild“, im Mittelpunkt zu stehen und gefeiert zu werden. Ganz die Mama 😉 Also ab in den Flieger Richtung Süden (ich hoffe, das ist Süden … Geografie war nie so meine Stärke, aber es ist warm und sonnig hier. Also geh ich mal davon aus, dass es stimmt). Bei der Taxifahrt ins Hotel haben wir kurzfristig mit unserem Leben abgeschlossen, als der Lenker wie ein Verrückter auf der linken Straßenseite gefahren ist. Bis wir draufgekommen sind, dass in Malta irgendwie alle den Drang haben, auf der falschen Seite zu fahren. Man sollte vorab vielleicht ein paar Infos über ein Land einholen, bevor man hinfliegt. Zumindest konnten wir im Taxi noch schnell googlen, dass man hier mit Euro bezahlt. Glück gehabt!
Ein Foto mit L. durfte ich posten – mehr nicht. Ab sofort müsst ihr wieder mit mir Vorlieb nehmen…
Das Hotel liegt direkt an der Promenade und unser Zimmer hat einen wundervollen Blick aufs türkisblaue Meer mit den historischen Gebäuden im Hintergrund, deren Namen wir vielleicht bei der morgigen Hop-on-hop-off-Tour herausfinden. Einfach ein Traum!
Weil heute meine Tochter das Sagen hat und ich gelernt habe, dass sie zwar jetzt offiziell erwachsen, aber weiterhin noch ein Teenager ist, habe ich nicht gewagt zu widersprechen, als es hieß, sie würde gerne einkaufen gehen. Was man halt in einer historischen Stadt wie Sliema so macht. Ein paar Stunden später und einige Euros ärmer, sind wir vor Kurzem wie Steine ins Bett gefallen. Zur Freude der alten Mama lief „Bauer sucht Frau“ im Fernsehen – mit Blick aufs Meer ein Vergnügen der besonderen Art. Das hat mich für die Horror-Taxifahrt und den Shoppingtrip entschädigt.
Ich fotografiere mein Essen nicht etwa für Instagram – nein! Ich brauch die Bilder vielmehr als Gedächtnisstütze, damit ich noch weiß, was wir auf Malta gegessen haben, wenn ich meinen Enkeln davon erzähle 😉
Was das alles mit unserer Hochzeit zu tun hat? Gar nichts! Absolut gar nichts! Aber ich wollte den 18. Geburtstag meiner nunmehr volljährigen Tochter auch auf diesem Blog festhalten. Inklusive der Tatsache, dass ich mit ihr shoppen war. Für den Fall, dass sie das später mal abstreiten sollte… schließlich wissen auch Erwachsene nicht immer ganz genau, was sie reden 😛
Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber es gibt zu Hause zwei Plätze, an denen ich die besten Ideen habe. Einer davon ist die Dusche, der andere bleibt geheim – aber wie ich gehört habe, haben auch andere Menschen an besagtem Ort ab und zu geniale Einfälle. Muss wohl daran liegen, dass es dort wortwörtlich „still“ ist … aber wo war ich? Stimmt, das stille Örtchen. Ebendort ist mir heute eine Episode eingefallen, die ideal für den Blog geeignet ist und die ich dementsprechend unbedingt und umgehend mit unseren Lesern teilen möchte.
Dazu die wesentliche Frage: Wer von euch kennt die grenzgeniale Serie „Love is blind“? Falls es tatsächlich Menschen geben sollte, die davon noch nie etwas gehört, geschweige denn gesehen haben (ihr habt ja keine Ahnung von guter Unterhaltung :-P), hier eine kurze Beschreibung, die euch zeigen soll, was ihr bisher verpasst habt. Die Kurzfassung: Wildfremde Menschen haben Dates und heiraten vielleicht am Ende. So weit, so normal. Das Besondere daran: Besagte Datingpartner sitzen in Boxen und sind die gesamte Zeit durch eine Wand voneinander getrennt. Blind Dates für Fortgeschrittene sozusagen. Wenn man die Stimme seines Gegenübers erträgt und aufgrund seiner Wortspenden auch nicht flüchten möchte, dürfen sich die Männer schließlich auf die Knie schmeißen und ihrer Angebeteten – immer noch, ohne sie je gesehen zu haben – einen Antrag machen. Wohlwissend, dass hinter der Wand auch Fiona aus Shrek auf einen warten könnte. Aber wie heißt es so schön: Auf die inneren Werte kommt es an. Auch wenn das anschließende erste Treffen bei dem einen oder anderen nicht selten für einen wahrhaftigen S(c)hre(c)kmoment sorgt.
Fremde Menschen sitzen in Boxen und reden, getrennt durch eine Wand, tagelang miteinander, um sich schlussendlich vielleicht zu trauen. Da bekommt der Begriff „Blind Date“ eine ganz neue Bedeutung ;-).
Warum ich das Ganze erzähle? Nein, H. und ich haben uns nicht in einer Box kennengelernt und nein, das erste Aufeinandertreffen war auch wenig ers(c)hre(c)kend, aber ich habe in der Show etwas gesehen, das mich sprachlos vor dem Bildschirm zurückließ. An dieser Stelle wäre eine gute Gelegenheit, um sich Popcorn zu holen…
Wenn alles gut geht und die Paare auch einen ersten gemeinsamen Urlaub ohne innere und äußere Verletzungen überstanden haben, geht es schließlich Richtung Traualtar. Und damit dieses Ereignis die Einschaltquoten noch einmal ordentlich in die Höhe schnellen lässt, geben die besten Stylisten von hier bis Texas ihr Allerbestes, um die Braut und den Bräutigam in glanzvollem Licht erscheinen zu lassen und sie damit zumindest für den Hochzeitstag im Glauben zu lassen, dass sich die ganzen Strapazen ausgezahlt haben. Ich betone: Die besten Stylisten!!!!!! Sie suchen die Location aus, kümmern sich um die Deko, den Anzug für den Bräutigam und das Brautkleid für die Hauptperson des Tages (sorry, Schatz, damit musst du klarkommen). Und während die Bräute in den teuersten Läden die schicksten Kleider anprobieren und sich von ihren Begleiterinnen bewundern und mit Tränen der Rührung benetzen lassen, geht in einer Folge plötzlich der Vorhang auf, hinter dem sich die Braut umgezogen hat und heraus kommt …. *trommelwirbel* … eine wunderschöne Braut im schönsten Kleid, das ich je gesehen habe. In MEINEM!!!!!!
Sie hatte MEIN Kleid an! Versteht ihr? MEIN Kleid!!!! Und sie sah so verdammt gut darin aus, dass selbst ich sofort „Ja“ zu ihr gesagt hätte. Im ersten Schockmoment wollte ich H. schon rufen, damit er sich das Ganze ansieht, aber Gott sei Dank hat sich rechtzeitig mein Hirn eingeschaltet und ich habe ihm verboten, die restlichen Folgen anzusehen, was beinahe zur größten Krise unserer Beziehung geführt hat. Ich kann ihn verstehen. Wer versäumt schon freiwillig das Ende dieser grandiosen Show? Aber da muss er leider durch.
Ein kleiner Trost: In exakt 161 Tagen sieht er seine ganz persönliche Fiona im schönsten Kleid der Welt 🙂