Auf der Suche nach Inspiration

Sieben Tage haben wir hier jetzt schon nichts mehr geschrieben. Den andauernden Stress als Grund anzugeben, wäre nur die halbe Wahrheit. Vielmehr mussten wir uns in letzter Zeit eingestehen, dass uns teilweise auch die Themen, die unmittelbar mit der Hochzeit zu tun haben, ausgehen. Und weil wir nun mal einen Hochzeitsblog betreiben, tut sich damit ein mittelschweres Problem auf. Aber um einen weisen Mann zu zitieren, den ich zufälligerweise in etwas mehr als fünf Monaten heiraten werde: Probleme sind da, um gelöst zu werden. In diesem Sinne werde ich euch auch diesmal mit spannenden Infos aus unserem ebenso spannenden Leben versorgen.

Die spannendste Neuigkeit gleich vorweg: Die Einladungen werden voraussichtlich noch vor September verschickt werden! Die „Zutaten“ dafür habe ich bereits bestellt und vor wenigen Momenten wurde dank Hs Kreditkarte auch ein kleines Goodie für die potenziellen Gäste auf die Bestellliste gesetzt. Worum es sich genau handelt, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Schließlich lesen hier auch einige Menschen mit, die sich über solch eine Einladung freuen dürfen (wir nehmen jetzt einfach mal ganz selbstbewusst an, dass sie sich freuen werden).

Das Bild hab ich auf Facebook entdeckt und aus irgendeinem Grund dachte ich, das passt irgendwie in unseren Blog. keine Ahnung, warum genau 😛

Wie gesagt: Noch vor dem Sommer solltet ihr wissen, wann und wo ihr genau sein müsst. Und auch, ob Mooov immer noch das Farbschema ist. Die Floristin unseres Vertrauens hat nämlich gemeint, dass es wahrscheinlich keine so große Auswahl an Blumen im Farbton Mooov gibt. Also vielleicht müssen sich alle doch noch kurzfristig was Neues zum Anziehen kaufen. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich es cool finde, die Braut zu sein? *grins*

Was sonst noch geschah: Wir wohnen so gut wie zusammen. Die Zimmer der Kinder (also meiner, die von H. hatten schon länger ein Dach über dem Kopf) nehmen Gestalt an und bis auf wenige Ausnahmen verläuft der gemeinsame Alltag sehr harmonisch. Nur die Tatsache, dass es lediglich ein Badezimmer für sechs Personen gibt, könnte auf Dauer zur Herausforderung werden. Ich betone, dass hier großteils drei(!!!) Teenager wohnen! Wenn das so weitergeht, dusche ich bald im Garten, oder beglücke meine Umwelt mit einem natürlichen Look Marke „Neandertaler“. Was solls: Den Ring hab ich ja schon 😉

Aber zurück zur Hochzeit: Vor wenigen Tagen haben mich unsere Mädels darauf aufmerksam gemacht, dass sie an unserem großen Tag auch gern etwas zum Anziehen hätten. Und dass die Kleider eventuell ja auch noch geändert werden müssen, was wiederum ein paar Wochen dauern könnte. Also werde ich mich in den nächsten Wochen todesmutig mit zwei jungen Damen, die exakt denselben Kleidergeschmack haben, allerdings nicht genau dasselbe anziehen wollen, auf Shoppingtour begeben. Sollte ich mich nicht mehr melden, sucht mich bitte in der Balljungfernkleiderabteilung. Ich bin die in Embryonalstellung und mit Daumen im Mund …

Abendprogramm im Hause S – Teil 2

Die Cs sind da!!!

Schön, dass ich mit C abends keine WhatsApps mehr schreiben muss. Cs Kinder L & L fühlen sich hoffentlich wohl, mein Sohn S kommt erst morgen wieder (ich freue mich schon!!!), meine Tochter S hat sogar vor Ihrem Training etwas Warmes zu essen bekommen, weil C früher daheim war und schon mal gekocht hat. Ich bin erst später heimgekommen – etwas vor dem Training von S zu kochen geht sich bei mir nie aus. Für S war es ganz ungewohnt, aber es hat ihr gefallen, glaube ich.

Nachdem ich S wieder mal zur U-Bahn gebracht habe, habe ich etwas gegessen, bissi die Küche aufgeräumt, die Wäsche aufgehängt, versucht mit Cs Sohn L Halma zu spielen und bevor ich S vom Training abhole arbeite ich noch etwas.

C hat auch sehr viel zu tun. Sie sitzt am Sofa und hämmert wie wild in die Tasten. Ich bewundere ihre Arbeitsdisziplin! Ich lass mich immer viel zu leicht ablenken.

C hat auch schon angekündigt, dass ich die letzten „Save the Date“ Nachrichten heute versenden muss…

Ups – schon wieder so spät? Ich muss S vom Training abholen…

Abendprogramm im Hause S.

Hab ich schon mal erwähnt, dass sich meine Initialen durch die Hochzeit nicht ändern werden? Mein aktueller und mein zukünftiger Name beginnen nämlich beide mit „S“. Spannend, oder? Wollte ich nur mal loswerden, damit man mir nicht nachsagen kann, ich würde irgendwelche wichtigen Infos verheimlichen 😉 Für alle, die sich gerade wundern, warum sie hier schon wieder etwas Neues von uns alias mir lesen: Ich hab keine Lust zu arbeiten, was ich gut vertuschen kann, wenn ich wie wild in die Tasten haue. Das ist das Praktische dran, wenn man selbstständig als Lektorin und Autorin arbeitet 😀

Die Reaktionen auf meinen gestrigen Beitrag waren unerwartet zahlreich und durchwegs positiv. Also entweder alle Donaustädter sind froh, dass ich endlich aus dem Bezirk verschwinde, oder die Favoritner können es nicht erwarten, dass ich sie mit meiner Anwesenheit beehre. In jedem Fall freuen wir uns sehr, dass sich so viele mit uns freuen. Und die ersten Tage gemeinsam im neuen Heim geben vorsichtigen Grund zur Freude. Die Kinder haben sich lieb und H. und ich tun einfach so, als ob 😉 Spaß! Es läuft wirklich gut, auch wenn noch so viel Arbeit auf uns wartet, dass wir beide einfach nicht darüber reden in der Hoffnung, dass sich dann alles irgendwie von selbst regelt. Bis jetzt ohne Erfolg, aber auch hier lautet das Motto vielleicht nur „Gut Ding braucht Weile“.

Was mich direkt zu meinem Lieblingsthema „Save the date“ Karten bringt. Für den Fall, dass mein Schatz das hier gleich liest: VERSCHICK BITTE ENDLICH DEN REST DER SAVE THE DATE KARTEN, DAMIT WIR NOCH VOR AUGUST UNSERE EINLADUNGEN VERSENDEN KÖNNEN!!!

Da fällt mir ein, dass ich ja gar nicht so laut brüllen muss. Schließlich ist er nicht mehr 16 Kilometer von mir entfernt, sondern sitzt gleich wieder neben mir auf der Couch. Vorausgesetzt, er beeilt sich mit der Wäsche. Hab ich schon mal gesagt, dass ich mich aufs Eheleben freue? *lach*

Wer hat an der Uhr gedreht…?

… ist es wirklich schon so spät? Wer den Text dieses Liedes kennt, weiß nicht nur, wie mich aktuell fühle, sondern ist garantiert auch älter als 20 😉 Der letzte Blogbeitrag ist schon wieder einige Tage her und ehrlich gesagt habe ich auch jetzt eigentlich gar keine Zeit dafür, aber ich stell mir einfach kurz vor, wir hätten noch Winterzeit und nutze die so gewonnene Stunde, um unsere treue Leserschaft mit neuen Infos aus unserem ach so spannenden Leben zu versorgen.

Spannend trifft es ziemlich genau, denn es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendetwas passiert, das man in die Kategorie „Echt jetzt?“ einordnen könnte. Für alle, die den Blog bis hierher verfolgt haben: Ja, das war auch meine erste Reaktion auf den Antrag von H. *lach* Aber zurück zur aktuellen Situation. Nach etwas mühsamen Wochen und der einen oder anderen Diskussion haben wir kurzerhand beschlossen, mit dem Zusammenziehen nicht darauf zu warten, bis der Zubau fertig ist, sondern bereits in den kommenden Wochen den vorhandenen Platz so weit auszunutzen, dass jedes Kind sein eigenes Zimmer hat, in dem es sich wohlfühlen kann, während mein Liebster und ich … nein, nicht auf der Straße leben, aber so was in der Art. Nämlich in einem rollenden Gefährt, mit dem man die Straße unsicher macht. Das heißt: Wir übersiedeln kurzerhand in den Wohnwagen! Wer glaubt, das wäre schlimm für uns, der irrt gewaltig. Wenn es nach mir ginge, hätten wir ein Tiny House direkt an einem See und so wenig Krempel wie möglich. Von dem her ist das Leben in einem Wohnwagen schon ein gutes Training für die Zukunft. Nur der See fehlt. Dafür dürfen wir die Aussicht auf einen Zaun und eine Mischmaschine genießen. Ich würde sagen, es ist noch Luft nach oben 😉

In fünfeinhalb Monaten wird in diesem prunkvollen Saal königlich gespeist. Bis dahin wohnen wir im Wohnwagen – als Kontrastprogramm zum edlen Gemäuer 😀

Mit dem Frühling beginnt also auch bei uns das hektische Treiben, und mittlerweile erwachen nicht nur die Igel aus dem Winterschlaf, sondern auch der zukünftig beste Ehemann von allen wechselt langsam aber sicher vom Ruhemodus in den „was, wir heiraten in weniger als sechs Monaten?“-Modus. „Besser is“, würden unsere Kinder sagen. Der nächste Schritt auf der Checkliste ist das Versenden der Einladungen. An wen genau steht zwar immer noch nicht zu 100 Prozent fest, aber der harte Kern weiß mittlerweile zumindest, dass es eine Hochzeit geben wird. Mit Details halten wir uns nicht unnötig auf.

Vergangenes Wochenende haben wir mit Freunden von H. geplaudert, die bei der Schilderung unserer geplanten Hochzeit die Augen immer weiter aufgerissen haben. Ich weiß nicht, ob sie so beeindruckt waren, oder mit ihrer Mimik vielmehr zum Ausdruck bringen wollten, dass wir einen Knall haben. Die Mehrheit unserer Freunde ist inzwischen von Zweiterem überzeugt. Aber wir ziehen das jetzt durch! Und wenn wir bei knappen Plusgraden im Wohnwagen liegen, wird uns der Gedanke an die Hochzeit wärmen und uns so vor dem sicheren Erfrierungstod retten. Romantik können wir 😀

Schalterkontrolle

Da möchte ich auf Cs Blog (der mit der leidenschaftlichen Ja – Sagerin) reagieren – auf einige Punkte speziell auf den mit der Fernbedienung) sollte ich eingehen – da erscheint schon ihr nächster Beitrag. Laut C der insgesamt 50ste!!! Ich gratuliere uns beiden mein Schatz!!!!!

Doch jetzt mal wieder zur Fernbedienung. In ihrem Blogbeitrag schreibt C, dass „WENN sie ausnahmsweise mal die Fernbedienung hat“…

  • Erstens nennen sie im Hause CS die Fernbedienung „Schalter“ – warum auch immer…
  • Zweitens hat sie immer die Fernbedienung. Sie bietet mir zwar immer an, etwas anderes zu schauen, ist nur schwer. Es darf nicht spannend sein, nicht brutal, Blut darf nicht zu sehen sein und es darf keiner sterben. Was bleibt sind Hochzeitssendungen und Datingshows.

Stört mich aber nicht. Ich will eigentlich nur mit ihr am Sofa liegen, ihr Kopf auf meiner Brust, eng aneinander gekuschelt. Das reicht mir völlig. Da können im Fernseher Bauern gesucht, Rosen verteilt und Schwiegertöchter gesucht werden – mir völlig egal.

Und wenn ich dann die Typen (männlich und weiblich) im Fernsehen sehe, die verzweifelt Partner suchen, bin ich so was von froh, dass ich meine Traumfrau gefunden habe. Auch wenn das bedeutet, dass sie die Schalterkontrolle hat und ich bei „Bauer sucht Frau“ immer am letzten Stand bin. Ich kann ja umschalten, wenn sie eingeschlafen ist…

Es reicht!

Keine Sorge, Schatz: Ich hab nicht vor, die Hochzeit zu canceln. Und keine Sorge, liebe Leser: Ich werde auch den Blog nicht löschen… immerhin wartet schon ein Verlag darauf, das Buch, das daraus entsteht, ganz groß rauszubringen (der Verlag weiß zwar noch nichts davon, aber das ist eine reine Formsache ;-)). Der Grund für den wütenden Titel ist vielmehr eine Tatsache, die H. und mir heute schlagartig bewusst geworden ist. Seit einigen Tagen dreht sich bei unserem schönsten Tag nämlich plötzlich alles nur noch ums Geld. Ausgaben hier, Kosten da … das ging so weit, dass wir uns nur noch darüber unterhalten haben, was wir streichen könnten, um Geld zu sparen. Keine Rede mehr von Vorfreude, Spaß und einem unvergesslichen Tag für uns und unsere Gäste.

Aber damit ist jetzt Schluss!!!!!!

Ja, die Hochzeit wird viel größer, als wir es ursprünglich geplant haben. Ja, es werden mehr Gäste dabei sein als bei einem Spiel der österreichischen Nationalmannschaft. Ja, das Catering wird nur das Beste vom Besten auftischen, und die Gäste werden uns im wahrsten Sinn des Wortes die letzten Haare vom Kopf fressen. Ja, der Wein, das Bier (und für mich das Mineralwasser) werden in Strömen fließen, und der ein oder andere gewaltige Kater geht garantiert auf unsere Kosten. Ja, wir werden unterhaltungstechnisch einiges zu bieten haben und verdammt nochmal ja, wir werden auch bei der Musik nicht sparen!

Darum geht’s bei dieser Hochzeit: Wir feiern die Liebe zwischen zwei Menschen, die ohne einander nicht mehr leben wollen. Ob das Geld kostet? Na klar! Ob uns das die Vorfreude darauf nimmt? Ganz bestimmt nicht!

Aber soll ich euch was sagen? Ich darf an diesem einen Tag meinem Traummann, dem Menschen, ohne den ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen kann, und der es erst richtig komplett macht, mein Jawort geben – und das wird so was von bombastisch gefeiert, dass jeder Gast noch Jahre später von dieser Hochzeit reden wird! Sollte jemand damit ein Problem haben, kann er es gerne für sich behalten. Ich werde mir die Vorfreude auf den schönsten Tag im Leben jedenfalls von niemandem nehmen lassen – am wenigsten von irgendwelchen Ausgabenlisten!

Und jetzt mach ich mich an den Text für die Einladungen. Wichtigste Zeile darin: Wer mit einem Mixer, einer Kaffeemaschine, einem Besteckset oder einer Vase zur Hochzeit kommt, bekommt einen Platz am Kindertisch! 😀

Ich bin eine leidenschaftliche Ja-Sagerin

Seit ich meinen wunderschönen Verlobungsring trage (hab ich schon mal erwähnt, dass H. ihn selbst geschmiedet hat? :-)), bin ich ein noch größerer Hochzeitsjunkie als vorher. Nur, damit man sich ein Bild davon machen kann, was ich damit meine, hier eine Aufzählung meiner Lieblingssendungen (abgesehen von Datingformaten, aber das ist eine andere Geschichte): „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“, „Zwischen Tüll und Tränen“, „Hochzeit auf den ersten Blick“, „Liebe macht blind“ oder „Mein schönster Tag“ dürfen mich zu ihren Stammsehern zählen. Was mein Zukünftiger mitmachen muss, wenn ich ausnahmsweise einmal die Fernbedienung habe, kann man sich wohl denken.

Schon während meiner Jugend war ein fernsehtechnisches Highlight für mich „Die Traumhochzeit“ mit Linda de Mol. Kennt das noch irgendwer? Ich konnte lange nicht glauben, dass die Paare dort tatsächlich live im Fernsehen heiraten. Als gebürtige Tirolerin, die streng katholisch erzogen wurde, war ich damals nämlich felsenfest davon überzeugt, dass eine Hochzeit ausschließlich in einer Kirche stattfinden kann. Diese Anschauung hat sich – Achtung Wortspiel! – Gott sei Dank geändert, sonst hätte ich spätestens jetzt ein Problem. Was sich jedoch nicht geändert hat, ist die Faszination für alles, was mit dem Thema Verlieben, Liebe und Heiraten zu tun hat. Dabei wollte ich eigentlich nie heiraten!

Ja, ich weiß, das klingt jetzt absolut unglaubwürdig, aber mein Lebensplan hatte bis zu meinem ersten Antrag vor 19 Jahren tatsächlich keinen Ehering an meinem Finger vorgesehen. Auch Kinder waren eigentlich kein Thema. Und jetzt sage ich bald zum zweiten Mal „Ja“ und bekomme noch zwei Kinder zu dein meinigen dazu – so viel zum Thema LebensPLAN 😉

Auch wenn böse Zungen behaupten, ich hätte sogar mein Buch dafür benutzt, um H. zum Ja-Sager zu machen, bleibe ich dabei:
Er war im Inneren schon immer ein Hochzeitsfan. Nur die richtige Frau hat gefehlt 😉

Während ich also ein bekennender Hochzeits-Junkie bin, war mein Liebster noch bis vor wenigen Jahren (er behauptet, bis er mich kennengelernt hat) felsenfest davon überzeugt, dass er nie heiraten würde. Wenn ich mal wieder eine Phase habe, in der mir unsere Trennungen sehr zu schaffen machen, und mich Zweifel plagen, ob er mich denn wirklich so liebt, wie ich ihn (eh unmöglich), meint H. immer, ich solle seine Freunde fragen, was es wirklich bedeutet, dass ich seinen Verlobungsring trage. Anscheinend war es wahrscheinlicher, dass er in die Donaustadt zieht (kleiner Insider), als dass er irgendwann heiraten würde. So gesehen bin ich natürlich ein wenig stolz, dass ich ihn davon überzeugen konnte, „Ja“ zu sagen – und das, OHNE das Thema Hochzeit überhaupt jemals zu erwähnen…

(Das abrupte Ende des Textes hat damit zu tun, dass ich weiß, wann es Zeit ist, mich zu verabschieden … ich sag nur Vor-Ehekrise :-D)

Ein Jawort der Herzen

Ich gebs zu: Den Titel hab ich diesmal geklaut – von unseren Traurednerinnen, die ich vor einigen Tagen persönlich kennenlernen durfte. Nein, ich hab mich nicht verschrieben. Tatsächlich hatte nur ICH das Vergnügen, Linda und Birgit von „lindbirg“ zu treffen, genauer gesagt zu interviewen. Das Ganze war nämlich ausnahmsweise ein beruflicher Termin. Einer von denen, die großen Spaß machen, und nach denen man mit ganz viel Power und Freude heimfährt. Vor allem voller Vorfreude, was die eigene Hochzeit betrifft, denn wenn man Linda und Birgit nach ihren Erlebnissen als Traurednerinnen fragt, beginnen ihre Augen zu strahlen und man merkt, dass sie ihren Job unglaublich lieben. Ihren Job und die Brautpaare, die sie an ihrem schönsten Tag begleiten.

Eines davon werden bekanntlich H. und ich in weniger als sechs Monaten sein. Glaubt man den beiden Profis, befinden wir uns damit in jener Zeitspanne, in der die meisten Paare besonders oft streiten. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan von Statistiken, aber wenn es zu diesem Thema eine offizielle gibt, sind wir darin wohl vertreten. Ich will nicht näher ins Detail gehen. Nur so viel: Je größer die Zahl in der Ausgabenliste wird, desto kleiner wird der Vorrat an Geduldsfäden – beidseitig, versteht sich.

Die Summe selbst lasse ich besser unerwähnt, weil wir diesen Blog ja auch nach der Hochzeit lesen wollen, ohne dabei Magenschmerzen zu bekommen. Der ursprüngliche Plan von der einsamen Hochzeit am Strand ist jedenfalls plötzlich wieder öfter ein Thema 😉

PS: Auch wenn das Thema Politik auf unserem Blog eigentlich nichts verloren hat, soll hier die Erinnerung an ein wundervolles Erlebnis stehen, das wir heute gemeinsam mit unseren vier Kindern haben durften. Wir waren beim großen Benefizkonzert für die Ukraine im Ernst Happel Stadion live dabei. Das persönliche Highlight war für mich der Auftritt von zwei Frauen aus der Ukraine, die jener Kinder gedachten, die bisher in diesem schrecklichen Krieg ums Leben gekommen sind. Eine Schweigeminute im vollbesetzten Stadion sorgte sogar bei meinem kleinen Sohn für Tränen.

Wenn H. und ich mal wieder Probleme wälzen und, in unseren Augen, wichtige Diskussionen vom Zaun brechen, denke ich an dieses Konzert und an diese Ansprache. Und schon werden die eigenen Sorgen ganz klein… und die Liebe für meine Familie und Freunde noch viel größer ❤️

Lang lang ists her

Ich habe hier wirklich lange nichts mehr geschrieben. C wollte diese Woche den Blog schon offline stellen. Das muss ich verhindern!! Also investiere ich wieder einmal fünf bis sechs Stunden und schreibe ein paar Zeilen…

Ist einiges los gewesen bei mir / uns. Wir hatten wieder einen Coronafall in der Familie – jetzt sind nur noch die Männer virusfrei. An dieser Stelle möchte ich auf die in den letzten Tagen bekannt gewordene Studie der „Texas Christian University“ hinweisen, in der man herausgefunden hat, dass es einen Zusammenhang zwischen der Attraktivität eines Menschen und der Wahrscheinlichkeit sich mit dem Virus zu infizieren gibt. Wir 3 Männer sind einfach zu schön, um uns den Virus einzufangen.

Hochzeitsmäßig haben wir neben dem irre guten Probeessen die Zeit hauptsächlich mit darüber reden und diskutieren verbracht. Neben den Kosten und der Gästeliste – beides wird immer mehr – ging es auch um die Zeit danach und ob wir als Frau und Herr S noch immer getrennt wohnen werden. Wie es aussieht, wird der Zubau nicht rechtzeitig fertig.

Da werde ich wohl meine frisch Angetraute über die Schwelle des Wohnwagens tragen, in dem wir zwei leben werden, weil sich die Kinder die 4 Zimmer des Hauses aufteilen.
Aber wir werden als Herr und Frau S gemeinsam einschlafen und aufwachen.

Heiraten schön und gut, aber …

… was kommt danach? Das ist die zentrale Frage, die in den vergangenen Tagen das Leben von H. und mir maßgeblich bestimmt hat. Während die Hochzeitsplanung nämlich gut vorangeht und unsere Checkliste immer mehr Hakerl aufweist, bleibt eine Frage bis dato unbeantwortet: Werden wir als Ehepaar immer noch getrennt voneinander wohnen und separate Alltage haben? Derzeit sieht es ganz danach aus. Eine Tatsache, die speziell mich in der letzten Woche mehr beschäftigt hat als sämtliche Farbmottos zusammen. Es ist einfach schwer vorstellbar, dass ich mit meinem – dann – Ehemann noch immer nicht jeden Tag einschlafen und aufwachen werde. Ich fühl mich fast wie in einer Folge von „Dating ohne Grenzen – Auswandern für die Liebe“ (wer hier fragend mit den Augen rollt, hat eindeutig was versäumt :-D). Da heiraten die Menschen auch, ohne einen wirklichen Plan zu haben, wo sie anschließend wohnen werden. Okay, okay … die Distanz bei diesen Paaren ist zwar Afrika-Deutschland oder Korea-Amerika, aber auch Favoriten und Donaustadt können verdammt weit voneinander entfernt seid. Ich weiß, wovon ich schreibe 😉

Aber damit das Trübsal blasen auf dem Blog keinen Einzug hält, hier etwas, das die Laune hebt (unsere hat es zumindest deutlich verbessert). Wir haben das Wochenende für einen spontanen Ausflug in die schöne Steiermark genutzt, um für ein paar Stunden einfach mal wieder nur Paar zu sein. Es war natürlich viel zu kurz, aber wunderschön. An dieser Stelle mal wieder einer meiner wertvollen Tipps für Ehepaare in spe: Lasst es euch nie nehmen, schöne Stunden zu zweit zu verbringen. Egal, wie stressig der Alltag auch noch so ist. Es ist so wichtig, als (Ehe)paar Qualitätszeit zu haben, in der einzig und allein die Beziehung zählt. Ich für meinen Teil weiß jedenfalls, dass diese knapp 48 Stunden nur für uns meine Akkus aufgeladen und mir einmal mehr gezeigt haben, dass ich mit keinem anderen Menschen mein Leben verbringen will als mit H.

Es ist wirklich schräg, aber der Mann wird mir einfach nie zu viel. Na ja, wenn er wieder mal ein Thema minutenlang ausschlachtet, oder mit seinem Zwischenapplaus daherkommt, muss ich ihn schon manchmal bremsen, aber so nervig kann er gar nicht sein, dass ich ihn nicht am liebsten 24 Stunden am Tag um mich hätte. Die Tatsache, dass das zumindest NOCH nicht geht, hat zu einem ziemlichen Tief letzte Woche geführt. Mehr dazu gibts vielleicht irgendwann auf einem anderen Blog mit dem Titel „Hund und Katz“ zu lesen 😉 Aber egal, was war und welche Probleme in den kommenden 50 Jahren auch noch auf uns zukommen werden: Ich liebe diesen Mann und kann es nicht erwarten, endlich JA zu sagen. By the way: In fast genau sechs Monaten ist es schon so weit. Da fällt mir ein: Er hat immer noch nicht alle Save the Date Karten verschickt. Wie war das nochmal mit Hund und Katz? 🙂