Verrückt genial bis furchtbar schrecklich

Es gibt so Tage, da liegt man am Abend auf der Couch und denkt sich: Heute war ja mal so richtig cool! Der heutige Tag zählt dazu. Begonnen hat er mit dem lang ersehnten Wiedersehen mit H. (für alle, die neu auf unserem Blog sind: Wir wohnen trotz nahender Hochzeit noch nicht zusammen und sehen uns teilweise mehrere Tage hintereinander nicht) und der gemeinsamen Fahrt ins Büro, wo ich unerwarteterweise meine Trauzeugin getroffen habe. Als sie mich gesehen hat, hatte sie zwar einen Gesichtsausdruck Marke „Was macht diese seltsame Frau hier?“ drauf, aber ich habe es einfach mal als subtile Freude interpretiert. Nachdem ich L. mit der Info beruhigen konnte, dass ich eh gleich zu einem Termin fahre, besserte sich ihre Laune schlagartig. Ich bleib trotzdem dabei: Sie hat sich gefreut!

Beim angesprochenen Termin war mir schon vorher klar, dass er auf die Plus-Liste des Tages kommen würde. In einem gemütlichen Café im zweiten Bezirk durfte ich über zwei Stunden mit einer ganz tollen Frau über ihre Ideen und Pläne für ein Buch plaudern, bei dem ich sie unterstützen darf. Das Motto lautet dabei: „Verrück dich“ – und verrückt passt zu H. und mir ja wie die Faust aufs Auge. Zumindest behaupten das unsere Kinder auffällig oft von uns. Wir nehmen das einfach mal als Kompliment. Das ist das Gute am Alter – irgendwann ist einem alles Wurscht.

Termine wie der mit Maria sorgen für gute Laune bei der Braut. Anzugavancen des Bräutigams eher für Panik :-D.

Aber zurück zum guten Tag. Nach dem verrückt genialen Termin gings zurück ins Büro, wo ich zum zweiten Mal auf meine Trauzeugin traf. Diesmal begrüßte sie mich mit einer Umarmung. Stimmungsschwankungen sind schon was Schönes 😉 Zwei weitere Stunden voller gemeinsamer Pläne, Ideen und Ziele später durfte ich gemeinsam mit meinem Zukünftigen die Heimreise antreten, wo wir in genau diesem Augenblick gemütlich auf der Couch liegen und wahlweise brav einen Blogbeitrag schreiben oder am Handy spielen. Dreimal dürft ihr raten, wer was macht 😉

Warum ich das alles auf unserem Blog erzähle, obwohl bei alldem nicht EINMAL das Wort „Hochzeit“ vorkommt? Na, ganz einfach: Weil ich gelernt habe, dass man die Verweildauer der Leser auf einem Blog verlängert, indem man möglichst lange um den heißen Brei herumschreibt *lach*

Die Braut in Alarmbereitschaft

Spaß ohne: Es gibt neben all der guten Laune auch Neuigkeiten, was den schönsten Tag unseres Lebens betrifft. Gestern haben wir unsere Traurednerin fix gebucht (jippie!), ich habe unserer favorisierten Hochzeitsfotografin eine Mail geschrieben und Werbung für uns gemacht in der Hoffnung, dass sie Zeit für uns hat und wir haben einen ganz tollen Tipp für eine ganz tolle Konditorin erhalten, von der wir uns am Freitag eine Kostprobe ihres Könnens in Form einer Naschbox abholen dürfen. In Sachen Hochzeitstorte sind wir uns – im Gegensatz zur Gästeliste – ausnahmsweise in allen Punkten einig: Es darf kein Fondant oder pickiges Zuckerzeugs drauf sein. Sieht zwar schön aus, aber schmeckt grauslich. In diesem Fall machen wir gegebenenfalls gern Abstriche bei der Optik.

Apropos Optik: H. hat im Internet ein violettes Pailetten-Sakko entdeckt, bei dessen Anblick er ganz glasige Augen bekommen hat. Glasig genug, dass ich ab sofort in Alarmbereitschaft bin. Irgendwie muss ich es schaffen, dass meine Trauzeugin H. beim Anzugkauf begleitet, sonst wartet am Ende noch ein Zirkusdirektor am Altar auf mich …

Was macht man(n) nicht alles aus Liebe

C hat erwähnt, dass unser Blog letztes Wochenende bei einem kleinen Familientreffen (coronakonform natürlich) Thema war. Meine Schwester war ganz verwundert, dass ihr Bruder plötzlich seine romantische Seite entdeckt hat – auf Wartehäuschen meine Liebe zu veröffentlichen, zu schreiben, dass ich C nach dem Aufwachen verliebt anschaue und nicht zuletzt bin ich bei diesem Blog dabei – das hätte mein Schwesterchen nie von mir erwartet.

C musste nicht lange graben, um bei mir diese Eigenschaften hervor zu holen. Bei ihr hatte ich vom ersten Tag an das Bedürfnis, die eine oder andere verrückte Sache zu machen, um ihr zu zeigen, wieviel sie mir bedeutet.

Dabei sind es ja die vielen täglichen Kleinigkeiten, auf die es ankommt.
Ich schaue mit C „Bauer sucht Frau“, kenne jetzt „Temptation Island“, es gibt eine Sendung, in der Frauen gefilmt werden, wie sie Brautkleider probieren!!!!!!!!!!!!, raunze nicht wegen dem Biffy Clyro Konzert, schenke ihr rote Rosen und verzichte im Auto auf Rammstein mit maximaler Lautstärke.

Dass meine Schwester das von mir nicht kennt, wundert mich nicht. Vor 30 Jahren habe ich sie in der Früh höchstens grantig angeschaut, weil sie wieder einmal im Winter das Fenster geschlossen und die Heizung im gemeinsamen Kinderzimmer aufgedreht hat. 😉

Übrigens, meine 6 treuen Leser wissen, um was es geht: der Badezimmerspiegel hängt seit 3 Wochen!!!!!😊

Ein Blog für die ganze Familie

Wenn man sich dazu entschließt, einen öffentlichen Blog über die Hochzeitsplanung zu schreiben und nicht ganz ohne Leser sein möchte, ist einer der Schritte, Familie und Freunde dazu einzuladen (oder wahlweise zu zwingen), die Beiträge zu lesen. Von Likes und Kommentaren ganz zu schweigen (gell, C.? :-P). Dass die mehr oder weniger freiwilligen Lockversuche erfolgreich waren, durften wir am Wochenende im Zuge einer Familienfeier erfahren. Da wurde uns zugesichert, dass uns sämtliche Anverwandte plus Anhang bei unseren Schritten Richtung Hochzeit lesetechnisch begleiten – und sich darüber köstlich amüsieren. Um eine der zwei besten Schwägerinnen von allen zu zitieren: „Ich hau mich regelmäßig bei euren Blogbeiträgen ab. Und meinen Bruder erkenn ich nicht wieder. Ich mein, irgendwas stimmt mit ihm doch nicht, wenn er so was macht.“

Ich enthalte mich bezüglich dem Satz „mit dem stimmt doch was nicht“ meiner Aussage, möchte an dieser Stelle jedoch zum wiederholten Male betonen: Alles, was H. hier schreibt und von sich gibt, passiert ohne Zwang und ohne mein Zutun! Ganz im Gegenteil: Ich bin immer wieder überrascht, wenn ein neuer Beitrag von ihm aufploppt und ich darin erfahre, was es Neues gibt. Nicht selten, bevor er mit mir überhaupt darüber redet. Entgegen anderslautender Meinungen habe ich ihn auch nicht dazu gezwungen, die Bushaltestelle mit einem Graffiti zu verzieren – ich war ja schon mit seinen Liebesbotschaften vor zwei Jahren, die rund um meine Wohnung platziert waren, überfordert. Nicht mal mit dem romantischsten Antrag aller Zeiten hab ich was zu tun. Außer damit, dass er am Ende ziemlich in die Hose gegangen ist. Aber diese Wunde lassen wir heute lieber unberührt 😉

Langsam gehen uns die passenden Fotos für die Beiträge aus. Deshalb an dieser Stelle ein Selfie aus dem letzten Sommerurlaub. Damals hätten wir beide nicht gedacht, dass wir nur ein halbes Jahr später einen Blog über unsere Hochzeitsplanung schreiben 😉

Was ich damit sagen will: Mein Zukünftiger macht das alles hier tatsächlich freiwillig. Und wenn ich mir seine Blogbeiträge so anschaue, hat er ein verborgenes Talent dafür, weshalb ich sehr hoffe, dass seine Leseranzahl steil nach oben geht. Ein Mann, der nicht davor zurückschreckt, so eine verrückte Idee wie einen Hochzeitsblog durchzuziehen, obwohl Schreiben für ihn genauso grausam ist wie für mich Mathe, gehört nämlich so richtig gefeiert. Und auch wenn man das jetzt nur kaum glauben kann: Zu diesen Worten hat ER mich nicht gezwungen 😀

Das ist wahre Liebe

Seit dieser Woche steht es also fest. Wir heiraten am 16.09.2022. Die unterschriebene Bestätigung ist versendet worden. Gut, dass das Datum endlich fixiert ist.

Dass ich C abgöttisch liebe, steht außer Frage. Ich hoffe, ich beweise es ihr jeden Tag – nicht nur durch das Bemalen von Wartehäuschen, durch Briefe und Postkarten, die sie von mir bekommt, durch meine Blicke, wenn ich sie in der Früh ansehe oder durch unzählige Liebesbotschaften über WhatsApp.

Den endgültigen Liebesbeweis habe ich jetzt gerade erbracht. Ich habe ein Mail von Ö-TICKET bekommen. Das Biffy Clyro Konzert, das letzten Oktober stattfinden hätte sollen, wurde in den September 2022 verschoben. 3x dürft ihr raten, an welchem der 30 Septembertage die Schotten jetzt in Wien aufspielen… Nur so viel: ich habe NICHT den Vorschlag gemacht oder den Wunsch geäußert, die Hochzeit zu verschieben – das nenne ich Liebe!!!!

Ich weiß, dass ihr alle riesige Biffy Fans seid – wer sie wider Erwarten nicht kennt, hier ein Link (https://www.youtube.com/watch?v=Lh3LocS_Bh8) zum Nachhören… Das Lied wird bei der Hochzeit sicher 1.145 mal gespielt.

Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr – vielleicht entführe ich die Braut für 2-3 Stunden

Nächster Halt: Traumhochzeit

Diesmal überschlagen sich die Ereignisse und man möge mir verzeihen, wenn ich etwas verwirrt und konfus klinge. Der Grund dafür ist, dass ich heute schon dezent gegen eine Bustür gelaufen bin. Ausnahmsweise nicht, weil meine Brille wegen der Maske mal wieder beschlagen war, sondern weil ich kurz vor dem Einsteigen DAS hier entdeckt habe:

Direkt gegenüber von meiner Wohnung befindet sich dieses Kunstwerk, das bei mir für Herzrasen und eine blaue Nase gesorgt hat 😀

Das passiert, wenn man einen Mann heiratet, der bereits nach drei Monaten die gesamte Gegend rund um die Wohnung anlässlich meines Geburtstages mit Liebesbotschaften zugepflastert hat – und damit sogar in der Zeitung war 🙂 Meine Reaktion heute reichte von „Gleich fall ich in Ohnmacht“ über „Na toll, jetzt muss er in den Knast“ bis hin zu „Autsch“, als ich die Bustür geküsst habe.

Ich bin jedenfalls immer noch völlig geflasht und weiß, dass ich jetzt abliefern muss, was die Hochzeit betrifft, damit ich endlich auch mal H. mit zitternden Knien sehe…

Apropos Hochzeit: Gestern fand ja das Online-Meeting mit unseren potenziellen Traurednerinnen statt, und was soll ich sagen: Mein Bauchgefühl ist einmal mehr absolut richtig gelegen. Das hat mir nämlich schon beim Checken der Website und beim Anschauen ihres Vorstellungsvideos geflüstert „Die sind cool“, was sich gestern im persönlichen Gespräch zu 100 Prozent bestätigt hat.

Fast eine Stunde haben wir mit Linda und Birgit, kurz lindbirg, geplaudert, gelacht und uns absolut wohlgefühlt. Sie bieten genau das an, was uns beiden so wichtig ist. Eine Hochzeit, in der wir als Paar mit unserer Geschichte und unseren Besonderheiten im Mittelpunkt stehen. Eine Trauung, die bei uns und unseren Gästen für Tränen, Gänsehaut und Bauchkribbeln gleichzeitig sorgt, und die man nicht so schnell vergisst. Witzigerweise kennen die zwei auch unsere Musiker, die bei der Zeremonie spielen. Damit schließt sich der Kreis… Kreis? Kreis? Da war doch noch was, aber ich komm grad nicht drauf. Müssen die Nachwirkungen vom Bus sein …

Wir haben einen Termin!!!!

Ja, so sehr kann man sich über ein bestimmtes Datum freuen, wenn es um die eigene Hochzeit geht. Bis gestern war der Termin dafür noch nicht zu 100 Prozent fix, jetzt wissen wir endlich, was wir auf die Einladungen schreiben müssen. Also welches Datum. Was mögliche Adressaten betrifft, bleibt es weiter spannend …

Das Bild dient nur der Aufmerksamkeit. Und um den Beitrag von meinem Zukünftigen hinsichtlich Bergliebe auch visuell zu unterstreichen 😉

Was sonst noch so los ist: Wir haben heute ein Zoom-Meeting mit unseren potenziellen Traurednerinnen und sind schon sehr gespannt, was sie zu unserer Geschichte sagen. So nebenher sind wir draufgekommen, dass ein Standesbeamter auch kein Fehler wäre – zumindest, wenn wir auch rechtlich gesehen Mann und Frau sein wollen. Aber darum kümmern wir uns direkt nach der Gästeliste. Also im August 😀

Willst du … auf die Gästeliste?

Wie unsere treue und zahlreiche Leserschaft sicher schon bemerkt hat, werden die Pausen zwischen den einzelnen Blogbeiträgen immer länger. Das liegt nicht daran, dass wir mit dem Planen bereits fertig sind (ich kann das verzweifelte Lachen meines Liebsten direkt hören ;-)), oder angesichts der umfangreichen Checkliste w.o. gegeben haben – vielmehr haben wir erkannt, dass sich Buffet, Musik, Fotograf, Brautkleid, Deko, Torte, usw. leider nicht von selbst bezahlen und wir deshalb ganz schön hackeln müssen, damit sich das alles ausgeht. Kurz gesagt: Wir sind beide brav am Arbeiten und haben leider nicht so viel Zeit für den Blog, wie wir gern investieren würden. Aber, wie sagt H. immer so schön: „Man muss Prioritäten setzen!“ Also habe ich das Manuskript, das ich gerade lektorieren darf, und das sich passenderweise rund um die Liebe dreht, kurz beiseite gelegt und werde euch einmal mehr in die Welt der Ehe – oder besser gesagt – auf den Weg dorthin entführen.

Im April 2021 ist mein Buch mit den besonderen Heiratsanträgen erschienen. Ein halbes Jahr später ist mein Zukünftiger in einem römischen Hotel vor mir auf BEIDE Knie gefallen. So viel zum Thema, dass Visualisieren wirkt 😉

Passend dazu nutze ich unseren Blog gleich mal für etwas Werbung in eigener Sache. Genauer gesagt für mein Buch, das ich zusammen mit einem Autorenkollegen und Freund vergangenes Jahr veröffentlicht habe. Thema: Außergewöhnliche Heiratsanträge. Dazu haben wir besonders romantische, witzige und teils skurrile Anträge gesammelt und mit Fun Facts rund ums Thema Verlobung garniert. Herausgekommen ist ein nettes Buch, das jeder gelesen haben sollte, der mit dem Gedanken spielt, ihrem/seiner Liebsten die Frage aller Fragen zu stellen. Warum ich das hier erwähne? Abgesehen von der Tatsache, dass wir die Tantiemen 1:1 in die Hochzeitsplanung stecken würden und damit vielleicht sogar ein Mitternachtsbuffet anbieten könnten, ist im Buch selbst ein „dezenter“ Hinweis versteckt, dass ich mich freuen würde, wenn H. irgendwann einmal vor mir auf die Knie ginge. Dass er ein halbes Jahr später gleich auf beide Knie fällt, konnte ich ja nicht wissen 😉 Ein zweites Buch zum Thema außergewöhnliche Hochzeiten ist bereits angedacht. Wenn wir beide in Sachen Planung so weitermachen, sind wir darin sicher vertreten.

Ein dezenter Hinweis in der Danksagung zeigte schon damals, dass ich nichts dagegen hätte, wenn H. mir die Frage aller Fragen stellen würde ❤

Nach aktuellem Stand wird ein Teil der Gäste nämlich entweder beim Essen stehen oder sich selbst Klappstühle mitnehmen müssen, um im Sitzen mampfen zu können. Wenn wir alle Menschen einladen, die wir mögen und irgendwie dabei haben wollen, ist die Location schlichtweg zu klein! Und weil eine andere Location absolut nicht in Frage kommt (sie ist einfach soooo schön), werden wir am Ende wohl Schnickschnackschnuck spielen müssen, um die Anzahl an verfügbaren Plätzen nicht zu überschreiten. Blöd nur, wenn wir am Ende selbst von der Liste fliegen. Dafür sollten wir uns noch einen Plan B einfallen lassen. Oder einfach unsere eigenen Klappstühle einpacken …

Eine Tirolerin in Wien

Ich habe mich damals sehr gefreut, eine hübsche Tirolerin kennen zu lernen. Ich fahre unheimlich gerne Ski, gehe (viel zu selten) klettern, auf einen Berg zu kraxeln ist großartig und ich liebe Kälte und Schnee – dann treffe ich eine Tirolerin – perfekt!!!

Als C mir ziemlich am Anfang gestanden hat, dass sie das alles nicht wirklich braucht, habe ich mich zwar gewundert, ein Grund an einer möglichen Beziehung zu zweifeln war das aber nicht. Es gibt ja viel schönere Sachen, die man mit seiner Partnerin machen kann, als klettern… Und dass eine Tirolerin, die freiwillig nach Wien zieht, nicht unbedingt auf Berge steht liegt auch auf der Hand.

Wie C gestern erzählt hat, waren wir nach über 2 Jahren endlich gemeinsam Skifahren. Meine Kinder sind unmittelbar nach der Geburt auf Skiern gestanden – sie kommen fast jeden Berg runter. Cs große Tochter L kurvt elegant am Snowboard die Piste runter, und letzte Woche stand unser jüngster (Cs Sohn L) erstmals auf Skiern. Dabei sind seine bisher im Verborgenen gebliebenen Tiroler Skigene endlich durchgebrochen. Am ersten Kurstag gab er den anderen Kindern der Gruppe am Zauberteppich bereits professionell Anweisungen, wie man am schnellsten rauf kommt. Am zweiten Kurstag ist er bereits mit uns die Talabfahrt hinuntergewedelt. Ich habe noch nie so oft in so kurzer Zeit „BREMSEN“ gerufen.

C hat es dieses Mal in den Bergen und in der Tiroler Kälte sehr gut gefallen. Ich habe wieder Hoffnung, die Flitterwochen in Island verbringen zu können.

Von der Piste zum Altar

Okay, ganz so schnell geht es nicht, aber der Titel fasst ziemlich gut zusammen, was wir die vergangene Woche so getrieben haben. Nein, keine Sorge, jetzt wird es nicht schlüpfrig. Höchstens etwas eisig, denn für uns ging es ein paar Tage nach Tirol zum Skifahren. Was hier nämlich noch nie erwähnt wurde: Wir sind so was wie ein Multikulti-Paar. Sprich, H. ist Wiener und ich komm aus Tirol. Blöd nur, dass die Tiroler-Gene bei mir nur spärlich vorhanden sind. Zumindest was das Skifahr-Gen betrifft. Dabei hat sich mein Zukünftiger so sehr darüber gefreut, als er erfahren hat, dass ich aus dem Land der Berge komme. Schließlich ist er der wohl größte Skifan, den Wien je gesehen hat. Als ich ihm jedoch wenige Tage nach unserem Kennenlernen gestanden habe, dass ich Skifahren nur semi-spannend finde und mir das Meer zigmal lieber ist als die Berge, hat er wohl kurz überlegt, ob das mit uns überhaupt eine Zukunft haben kann.

Berge und Schnee: Eine Kombi, die meinen Zukünftigen glücklich macht, während ich bei „Ganz in Weiß“ an etwas anderes denke 😉

Zweieinhalb Jahre hat es gedauert, bis er mich auf die Piste gebracht hat, aber letzte Woche war es so weit. Und soll ich euch was sagen? Es war richtig cool! Auch wenn ich weiß, dass er das hier liest und ich damit wohl lebenslang zum Skifahren verdonnert werde. Aber was tut man nicht alles aus Liebe?

Womit ich einmal mehr elegant den Bogen zum eigentlichen Thema gespannt hätte 😉 Selbst Schnee und Kälte konnten unserer heißen Liebe nichts anhaben, weshalb die Planung der Hochzeit munter voranschreitet.

Was in den letzten Tagen geschah:

  • Die potenziellen Traurednerinnen haben sich per Mail gemeldet und wegen eines Termins fürs Kennenlernen gefragt. Wir sollten noch antworten – nicht vergessen, Schatz!
  • Das Brautkleidgeschäft hat den Termin für die Anprobe bestätigt, womit feststeht, dass ich mich in vier Wochen ganz in Weiß (oder doch Rosa?) sehen werde.
  • Die Cateringfirma hat den Termin fürs Probeessen bestätigt. Am 17. Februar testen wir uns durch geschätzt 283 Speisen. Drückt uns die Daumen, dass es uns schmeckt und wir damit sichergehen können, dass unsere Gäste bei der Hochzeit nicht verhungern.
  • Die beste Trauzeugin von allen, die nebenbei noch eine geniale Grafikerin ist, plus ihre liebreizende „Assistentin“ (ich hab nämlich das große Glück, inoffiziell gleich zwei Trauzeuginnen haben zu dürfen) haben erste Entwürfe für die „Save the date“-Karten geschickt. Hier gibt’s exklusiv einen kleinen Ausschnitt zu sehen, wobei die Entscheidung, welches Motiv es wird, noch nicht ganz gefallen ist, weil alle soooo schön sind ❤
Die beste Trauzeugin von allen hat uns wunderschöne Save-the-date-Karten gebastelt. Jetzt brauchen wir nur noch Gäste, denen wir sie schicken können.

Als ich die Karten gesehen und unsere Namen darauf gelesen habe, wurde es mir so richtig bewusst: Wir werden heiraten! In etwas mehr als acht Monaten darf ich zum tollsten Mann der Welt „Ja“ sagen. Vielleicht ja sogar mit Gästen, wenn wir uns endlich dazu aufraffen, die Gästeliste zu finalisieren. Aber das ist eine andere Geschichte …

Glück im Spiel, …

Bevor ich mich nach mehreren Tagen Pause hochzeitstechnisch wieder zu Wort melde, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern (ausnahmsweise gender ich an dieser Stelle, sonst sei es mir verziehen, dass ich die männliche Form benutze. Der Grund dafür ist reine Faulheit) ein großartiges neues Jahr mit ganz viel Glück, Gesundheit und Liebe.

Apropos Liebe: Wir heiraten in diesem Jahr! Endlich kann ich das schreiben – auch wenn mich dabei das ungute Gefühl beschleicht, dass 8 1/2 Monate vielleicht doch zu wenig Zeit sind, um eine tadellose Hochzeit zu planen. Aber wer will schon etwas Tadelloses, wenn er etwas Besonderes haben kann? Ihr seht schon: Ich habe mir für 2022 fest vorgenommen, meinen Perfektionismus etwas hinunterzuschrauben und die Dinge ein wenig lockerer anzugehen. Den ersten Tag hab ich schon mal ganz gut hingekriegt. Fehlen nur noch 364. Drückt mir die Daumen.

Casino-Profis werden sicher erkennen, welches Vermögen wir in der Silvesternacht gewonnen haben. Allen anderen sei gesagt: Glück im Spiel bedeutet nicht immer zwangsläufig Pech in der Liebe ;-).

Apropos Daumen drücken: Wir haben den Jahreswechsel dafür genutzt, die Finanzierung unserer Traumhochzeit mit einem Besuch im Casino abzusichern. Und was soll ich sagen: Wir waren die Stars am Roulettetisch! Ich hatte schon Angst, dass wir Hausverbot erteilt bekommen, weil wir die Bank innerhalb einer halben Stunde gesprengt haben. Aber anscheinend hat der Croupier unsere Verlobungsringe gesehen und Mitleid mit uns bekommen, deshalb durften wir bleiben. Jetzt wollt ihr sicher wissen, wie viel Gewinn wir am Ende gemacht haben… tja, das bleibt unser Geheimnis. Nur so viel: Das Fingerfood für zwei Gäste bei der Hochzeit ist gesichert!