Dieser eine Moment

Hiermit steht es 4:0 in Sachen Blogbeiträge. Ich frage mich, wie mein Schatz das aufholen will 😉 Aber im Moment hab ich wohl einfach mehr zu erzählen. Immerhin ist morgen der große Tag, den viele Mädchen schon im Kindergartenalter herbeisehnen: Einmal im Leben ein Brautkleid tragen. Na gut, es darf heutzutage bei Bedarf auch mehrmals sein … Von meiner ersten Brautkleidanprobe hab ich ja schon in einem anderen Beitrag geschrieben (tja, wer brav mitliest, ist klar im Vorteil ;-)). Diesmal soll alles entspannter werden – Babys sind jedenfalls nicht dabei. Außer, meine Begleiterinnen haben mir was verschwiegen …

Während ich bei meiner ersten Anprobe vor 17 Jahren einfach in ein Brautmodengeschäft spaziert bin und gleich das erste Kleid gekauft habe, habe ich diesmal schon vor Wochen einen Termin fixiert, mit den Beraterinnen vorab telefoniert, ein Anmeldeformular mit meinen Wünschen bezüglich Kleid ausgefüllt und mir eigene Unterwäsche dafür gekauft. Falls es noch nicht alle wissen sollten – Nude ist das neue Weiß! Sprich: Wenn man ein Brautkleid anprobiert, sollte man eine Unterwäsche in diesem mysteriösen Nude (dabei muss ich an das gute alte Mooov denken) tragen, damit es so aussieht, als hätte man drunter nichts an.

Unser erstes offizielles Foto als Paar im November 2019. Wenn ich es schaffe, H. bei meinem Anblick im Brautkleid so zum Strahlen zu bringen, wie er es damals beim Konzert von Mando Diao getan hat, habe ich mein Ziel erreicht :-D.

Ich zitiere an dieser Stelle gern meinen Liebsten, der meinte: Wozu nur so tun, als würde man nichts anhaben 😛 Jetzt besitze ich also ein passendes Ensemble im feschen Nude-Ton, der mich ehrlich gesagt an die sexy Unterhosen meiner Oma erinnert, dazu schicke, halterlose Strümpfe und – Trommwelwirbel – Brautschuhe! Besser gesagt Schuhe, die Absätze haben, in denen ich am Hochzeitstag laufen können sollte, und die weiß sind. Meine eigentlichen Brautschuhe werde ich erst kurz vor der Hochzeit gewissenhafter als in zwei Minuten aussuchen, weil ich eine schmerzvolle Erfahrung an meine erste Hochzeit (ich meine die Schuhe!) nicht mehr wiederholen möchte: Bereits bei der Trauung den Wunsch zu haben, barfuß laufen zu dürfen. Am Ende des Tages hatte ich nämlich mehr Blasen an meinen Füßen als bei allen Wanderungen in den Tiroler Bergen während meiner Kindheit zusammen. Also in Sachen Schuhe wird diesmal mit Sicherheit nicht gespart.

Apropos Sparen: Allen, die noch nie ein Brautkleid gekauft und sich mit der Materie bis dato weniger beschäftigt haben, möchte ich an dieser Stelle den wertvollen Tipp geben, den Kopf beim Brautkleid Kauf völlig auszuschalten. Dieser wird beim Anblick der Preise jenseits der 1.500 Euro nämlich permanent schreien: „Stopp! Bist du verrückt! Du hast das Teil nur ein paar Stunden an und willst dafür so viel Kohle ausgeben?“ Aber da kann der Gute lange schreien. Ein Brautkleid muss schließlich nicht nur gut aussehen und perfekt passen, sondern es muss vor allem eines tun: Einer Frau das Gefühl geben, dass sie an diesem einen Tag die schönste Frau der Welt ist und dafür sorgen, dass der Mann bei ihrem Anblick für einige Momente Zeit und Raum vergisst.

Ich stelle mir den Moment, wenn ich im Brautkleid auf H. zugehe, seit dem Tag, an dem wir die Location angeschaut haben, jede Nacht vor dem Schlafengehen vor. Ich weiß schon, zu welchem Lied ich auf ihn zugehen werde. Vor meinem geistigen Auge schreite ich am Arm meines Papas auf einen sichtbar gerührten H. zu, der es nicht erwarten kann, dass er mich in die Arme nehmen darf. Dieser eine Moment, wenn er mich zum ersten Mal sieht, soll unvergesslich sein und uns bis zum Lebensende als gemeinsame Erinnerung bleiben. Dieser eine Moment bringt mich schon jetzt zum Weinen vor Glück. Dieser eine Moment ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen…

5 Kommentare zu „Dieser eine Moment

    1. Egal ob in Jeans mit grauen Top (wie heute Nachmittag – wow!!!!), Bademantel, Bikini oder im Business Outfit – bei mir steigt jedesmal der Puls wenn ich sie sehe. Am 16.09 wird sie mich umwerfen

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