In guten wie in schlechten Zeiten

Ich hatte ja immer schon den leisen Verdacht, aber seit Hs letztem Blogbeitrag ist es erwiesen: Er hat hellseherische Fähigkeiten. Wie sonst wäre er zum Zeitpunkt des Verfassens seines Beitrags auf den Titel „C leidet“ gekommen? Noch nie hat eine Überschrift so gut gepasst hat wie diese – vor allem in Bezug auf die vergangenen Tage… aber alles der Reihe nach. Vor knapp zwei Wochen durfte ich in Sachen Hochzeit noch auf Wolke sieben schweben, als ich mein absolutes Traumkleid gefunden und mich in Gedanken schon auf dem Weg zum Altar gesehen habe. In den Tagen danach haben wir noch dazu einen potenziellen Videografen entdeckt, auf dessen konkretes Angebot wir zwar noch warten, aber der uns vom Filmmaterial her schon sehr gut gefällt. Drückt uns die Daumen, dass wir auch diesen Punkt bald von unserer To-Do-Liste streichen können.

An dieser Stelle mal wieder ein Tipp an alle Brautpaare: Lasst euch mit der Suche nach Videografen und Fotografen nicht allzu lange Zeit! Die wirklich guten sind oft schon Monate, wenn nicht sogar Jahre im Voraus ausgebucht und ihr müsst euch am Ende vielleicht mit mittelmäßigen Bildern zufrieden geben. Mit der Fotografin Rossi von rossART haben wir bereits die absolute Beste gefunden, aber auch hier waren jede Menge Glück und die besten Trauzeuginnen ever notwendig (Danke an Moni und Lisa :-*).

Sobald sich dieses verdammte Virus verzogen hat, werden wir den kommenden Frühling wieder gemeinsam genießen. Bis dahin heißt es durchhalten und fest daran glauben, dass wir auch diese Zwangstrennung meistern <3.

Zurück zu den vergangenen Tagen. Wir haben uns seit Wochen narrisch auf das Probeessen bei der Cateringfirma unserer Wahl gefreut. Ihr wisst ja noch, welche Herausforderung die Auswahl der Speisen für uns darstellte. Von 23 auf 5 in wenigen Tagen. Das war klein Klacks. Am 17. Februar sollte das Ganze stattfinden – und die Formulierung macht es wohl schon klar: Aus dem Essen wurde nichts. Aber nicht etwa, weil uns der Caterer im letzten Moment eine Absage erteilt hat, oder wir keine Lust mehr auf gutes Essen hatten. Nein! Ein kleines Virus namens Corona hatte was dagegen, dass wir Ochsenbackerl und Co kosten konnten, weshalb ich, statt an einem edel gedeckten Tisch zu sitzen, aktuell auf meiner Couch liege und vor mich hin schniefe. Ich möchte dem besch*** Virus nicht zu viel Bedeutung beimessen, aber ich bin heilfroh, dreifach geimpft zu sein. Mir reichen die Symptome auch so schon voll und ganz …

Was mir ebenfalls reicht, ist die Tatsache, dass H. und ich noch nicht zusammen wohnen. Ich weiß, dass er das hier nicht gerne liest, aber wenn man allein in seiner Wohnung ist und sich nicht besonders gut fühlt, wünscht man sich seinen Partner an seine Seite. In unserem Fall mussten wir jedoch abwägen, was klüger ist: Bei mir sein und Gefahr laufen, sich ebenfalls anzustecken, oder zu den Kindern fahren und hoffen, dass der Rest der Familie verschont bleibt. Wir haben uns für Letzteres entschieden, auch wenn der Abschied gestern wohl der schwerste innerhalb unserer Beziehung bisher war und H. eigentlich bleiben wollte… aber ich war streng.

Corona vs. HaCon

H. hat ein verdammt schlechtes Gewissen, weil er nicht bei mir sein kann, aber mir ist wichtiger, dass er und die Kinder gesund bleiben. Heute ist er extra zu mir gefahren, um mich mit Essen zu versorgen, und beim Abschied konnten wir unsere Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Ich weiß, dass er ALLES für mich tun würde – genau so wie ich für ihn. Der Spruch „In guten wie in schlechten Zeiten“ gilt für uns nicht erst nach der Hochzeit. Seit dem ersten Tag unserer Beziehung leben wir dieses Motto und zeigen einander, dass es nichts gibt, was wir dem anderen zuliebe nicht auf uns nehmen würden. Und auch wenn unsere Beziehung im Blog vielleicht immer so aussieht, als wäre sie ein Kinderspiel, weil wir uns so sehr lieben, kann ich euch versichern, dass es schon genügend Hürden gab, an denen andere vielleicht zerbrochen wären. Uns hat das alles nur noch enger zusammengeschweißt. Dementsprechend bin ich überzeugt davon, dass uns auch so ein kleines Virus nichts anhaben kann.

Liebe kann alles. Drei Worte, die kitschig klingen, aber genau das aussagen, was ich hier – auf meiner Couch mit einem Berg Taschentücher um mich herum – ganz fest glaube.

In diesem Sinn: F*** you, Corona – gegen HaCon hast du keine Chance! 😉

5 Kommentare zu „In guten wie in schlechten Zeiten

  1. Gute Besserung meine Liebe 🫖🍜 bald gehts dir besser ☝🏼 Ich weiß gut wie blöd es ist wenn man getrennt sein „muss“ wir versuchen das mit viel FaceTime zu überbrücken 😊
    Gruß und Umarmung mit viel Abstand
    Sandra

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