Ich bin eine leidenschaftliche Ja-Sagerin

Seit ich meinen wunderschönen Verlobungsring trage (hab ich schon mal erwähnt, dass H. ihn selbst geschmiedet hat? :-)), bin ich ein noch größerer Hochzeitsjunkie als vorher. Nur, damit man sich ein Bild davon machen kann, was ich damit meine, hier eine Aufzählung meiner Lieblingssendungen (abgesehen von Datingformaten, aber das ist eine andere Geschichte): „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“, „Zwischen Tüll und Tränen“, „Hochzeit auf den ersten Blick“, „Liebe macht blind“ oder „Mein schönster Tag“ dürfen mich zu ihren Stammsehern zählen. Was mein Zukünftiger mitmachen muss, wenn ich ausnahmsweise einmal die Fernbedienung habe, kann man sich wohl denken.

Schon während meiner Jugend war ein fernsehtechnisches Highlight für mich „Die Traumhochzeit“ mit Linda de Mol. Kennt das noch irgendwer? Ich konnte lange nicht glauben, dass die Paare dort tatsächlich live im Fernsehen heiraten. Als gebürtige Tirolerin, die streng katholisch erzogen wurde, war ich damals nämlich felsenfest davon überzeugt, dass eine Hochzeit ausschließlich in einer Kirche stattfinden kann. Diese Anschauung hat sich – Achtung Wortspiel! – Gott sei Dank geändert, sonst hätte ich spätestens jetzt ein Problem. Was sich jedoch nicht geändert hat, ist die Faszination für alles, was mit dem Thema Verlieben, Liebe und Heiraten zu tun hat. Dabei wollte ich eigentlich nie heiraten!

Ja, ich weiß, das klingt jetzt absolut unglaubwürdig, aber mein Lebensplan hatte bis zu meinem ersten Antrag vor 19 Jahren tatsächlich keinen Ehering an meinem Finger vorgesehen. Auch Kinder waren eigentlich kein Thema. Und jetzt sage ich bald zum zweiten Mal „Ja“ und bekomme noch zwei Kinder zu dein meinigen dazu – so viel zum Thema LebensPLAN 😉

Auch wenn böse Zungen behaupten, ich hätte sogar mein Buch dafür benutzt, um H. zum Ja-Sager zu machen, bleibe ich dabei:
Er war im Inneren schon immer ein Hochzeitsfan. Nur die richtige Frau hat gefehlt 😉

Während ich also ein bekennender Hochzeits-Junkie bin, war mein Liebster noch bis vor wenigen Jahren (er behauptet, bis er mich kennengelernt hat) felsenfest davon überzeugt, dass er nie heiraten würde. Wenn ich mal wieder eine Phase habe, in der mir unsere Trennungen sehr zu schaffen machen, und mich Zweifel plagen, ob er mich denn wirklich so liebt, wie ich ihn (eh unmöglich), meint H. immer, ich solle seine Freunde fragen, was es wirklich bedeutet, dass ich seinen Verlobungsring trage. Anscheinend war es wahrscheinlicher, dass er in die Donaustadt zieht (kleiner Insider), als dass er irgendwann heiraten würde. So gesehen bin ich natürlich ein wenig stolz, dass ich ihn davon überzeugen konnte, „Ja“ zu sagen – und das, OHNE das Thema Hochzeit überhaupt jemals zu erwähnen…

(Das abrupte Ende des Textes hat damit zu tun, dass ich weiß, wann es Zeit ist, mich zu verabschieden … ich sag nur Vor-Ehekrise :-D)

5 Kommentare zu „Ich bin eine leidenschaftliche Ja-Sagerin

  1. Ich glaube nicht das Du das mit dem Verlobungsring erwähnt hast 🤔 …. Wie toll das ist … hab ich da irgendwo ein Bild von übersehen?!?!!!
    Wir haben leider keine Ringe mehr da man im Krankenhaus den von meinem Mann von seinem Finger sägen musste…Unreparierbar 🥺😩
    Allerliebste Grüße aus dem Grippalen Norden 😮‍💨😷
    Sandra

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    1. Das Like bezieht sich ganz und gar nicht auf die Sache mit euren Ringen. Das tut mir echt leid 😦 Was meinen Verlobungsring betrifft, hab ich schon mal ein Foto gepostet. Aber du findest ein Bild auch auf der Startseite des Blogs. Sieht aus wie ein Unendlich-Zeichen, ist aber ein Kreisverkehr … das passiert, wenn man einen Straßenplaner heiratet 😀

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