Und plötzlich ist alles anders

Bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Aber die vergangenen Tage ist so viel passiert, dass ich es vorher nicht geschafft habe, was zu tippen, das auch nur halbwegs Sinn ergibt. Aber alles der Reihe nach …

Die Resonanz auf meinen letzten Beitrag, der – zugegeben – nicht gerade vor Euphorie und Begeisterung gesprüht hat, war enorm. Nicht nur, dass einige nachgefragt haben, ob bei uns eh alles okay ist, und ob sie sich eh noch weiter auf die Hochzeit freuen dürfen (ja, dürfen sie), viele haben mich mit ihren eigenen Erfahrungen auch beruhigt, indem sie meinten, die Zeit vor der Hochzeit war auch bei ihnen stressig, mühsam und alles andere als entspannt. Von Vorfreude ganz zu schweigen. Auch wenn ich es mir für die Betreffenden anders gewünscht hätte, hat mir das Feedback sehr geholfen. Getreu dem allseits bekannten Hochzeitsmotto: Geteiltes Leid ist halbes Leid 😉

Und während ich mich so mitten in meiner hartnäckigen „Ich will mich endlich auf all das freuen können und nicht ständig grübeln“-Phase befand, passierte das schier Unglaubliche: H. hat nicht nur einen, sondern gleich zwei Beiträge für den Blog innerhalb weniger Tage geschrieben!!! So viel dazu, dass man Männer immer erst zu ihrem Glück zwingen muss (sonst würde es mit Sicherheit gar keine Hochzeiten mehr geben ;-)). Der erste Beitrag spiegelt das wider, was auch mich beschäftigt hat bzw. immer noch beschäftigt. So viele Sachen, um die wir uns kümmern müssen, so viel Arbeit rundherum, so viele Sorgen, die sich immer mal wieder einschleichen und viel zu wenig Zeit und auch Gelegenheiten, um sich auf unseren ganz besonderen Tag zu freuen. Beim Satz, dass er sich auf unsere Hochzeit freut, hat mein Herzerl allerdings einen ganz großen Sprung gemacht.

Und mit genau diesem Spirit, dass wir uns ab sofort wieder viel mehr über uns und alles, was uns betrifft, freuen wollen, haben wir auch vergangenes Wochenende verbracht. Nein, nicht zu zweit und nein, nicht so, wie ihr jetzt vielleicht denkt … wir haben uns vielmehr tatkräftige Unterstützung von zwei wahren Hochzeitsprofis geholt, ohne die niemand vor den Altar treten sollte: Meine grandiose Trauzeugin L. und ihre geschätzte Gattin (sorry, das musste sein :-P) M., ihres Zeichens die beste Trauzeugin-Assistentin von allen. Und so begab es sich, dass wir von Freitag bis Sonntag stundenlang ohne Pause und ohne Zeit für Essen und Trinken (vom Klogehen und Schlafen ganz zu schweigen) an Timetables, Gastgeschenken, Dekorationsideen, Spielen und was sonst noch alles dazugehört (oder auch nicht) getüftelt haben. Und obwohl L. versucht hat, mit einem fingierten Bienenangriff dem ganzen Wahnsinn entfliehen zu können, war ich gnadenlos. Da half es auch nichts, dass M. mir ihren angeschwollenen Finger unter die Nase gehalten und mich mit Dackelblick angeschaut hat. Sie mussten beinhart bis Sonntag bleiben! Es hat schließlich niemand behauptet, dass Trauzeugin-Sein Spaß macht!

So sieht man aus, wenn man zwei Tage mit mir in Sachen Hochzeitsplanung verbringt. Bilder von H. zeig ich deshalb vorsichtshalber schon gar nicht mehr her *lol*

Und auch wenn mich die beiden ob dieses traumatischen Erlebnisses vermutlich noch lange verfluchen werden, bin ich an dieser Stelle mal ganz egoistisch, wenn ich schreibe: Ich freu mich das erste Mal seit ganz langer Zeit auf die Hochzeit! So richtig mit Bauchkribbeln und einem Grinsen auf dem Gesicht, wenn ich dran denke. Und auch wenn mein Zukünftiger in seinem gestrigen Beitrag meinte, wir Frauen drehen dezent durch bis zur Hochzeit, kann ich ihn beruhigen: Das wird auch danach so bleiben 😀 In diesem Sinn muss ich jetzt leider aufhören und H. zeigen, wie er auf den Hochzeitsfotos dreinschauen soll 😉

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