Eigentlich hatte ich ja versprochen, dass sich die Beitragsanzahl auf unserem Blog in Richtung Hochzeit deutlich erhöhen würde. Was wir dabei jedoch nicht bedacht hatten: Das Schreiben müssen nach wie vor wir selbst übernehmen – ein kleines Detail, das dazu führt, dass wir in den verbleibenden 18(!!!!!!!) Tagen bis zur Hochzeit wohl doch nicht, wie ursprünglich geplant, täglich etwas veröffentlichen werden. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für unsere Nachlässigkeit, aber blöderweise plant sich das Ganze auch so kurz davor nicht von allein. Ganz im Gegenteil! In den vergangenen Tagen haben wir vermutlich mehr für unseren großen Tag organisiert als in den ganzen Monaten zuvor. So viel, dass ich nicht weiß, wo ich mit meinen Erzählungen anfangen soll. Also habt bitte etwas Nachsicht mit einer Braut, die unter akutem Schlafmangel leidet und vergangene Woche gleich mehrere Aha-Erlebnis der besonderen Art hatte. Aber alles der Reihe nach …
Mein liebster Ehegatte in spe hat mich seit Beginn der Planung mit einem einzigen, immer und immer wiederkehrenden Satz in den Wahnsinn getrieben: „Es geht sich immer alles aus.“ Während ich vor Aufregung rotiert bin und nicht wusste, wo mir der Kopf vor lauter Videograf, Band, Traurednerin, Fotografin und sämtlichen anderen Helferleins unserer Hochzeit steht, hatte er die Ruhe weg. Ein zustimmendes „Mmhm“ war das Höchste der Gefühle, wenn ich ihn nach seiner Meinung zu etwas befragt habe. Gerade, als ich mich damit abgefunden hatte, dass mein geliebter Hochzeitsmuffel auch durch sein eigenes Jawort niemals zu einem Ehe-Fan mutieren würde, kommt er plötzlich mit einer Überraschung nach der anderen um die Ecke! Nicht nur, dass er sämtliche Anrufe mit Catering und Co führt und mich dadurch vor etwas ganz Schrecklichem bewahrt – nämlich Telefonieren (ich hasse es!) -, hat er auch still und heimlich unsere Eheringe designt! Jetzt gerade sitzt er in einer Werkstatt, um die guten Stücke im Schweiße seines Angesichts selbst zu schmieden! (Das wäre mal wieder einen Zwischenapplaus wert – treue Leser unseres Blogs wissen, was ich meine ;-)) Ich werde die guten Stücke erst bei der Hochzeit selbst NACH dem Jawort sehen! Drückt mir die Daumen, dass es keine Totenkopfringe sind 😀

Aber nicht nur damit hat mich H. in letzter Zeit umgehauen. Letzte Woche ist plötzlich eine Nachricht von ihm auf meinem Handy eingetrudelt: „Dienstagabend Tanzkurs. Hast du Zeit? Dann sage ich zu.“ H. und Tanzen – diese Kombi ist in etwa so wahrscheinlich wie gutes Wetter bei unserer Hochzeit (etwas Schwarzmalerei darf sein ;-)). Ihr müsst wissen, dass ich schon seit Monaten davon rede, mit meinem Liebsten das Tanzbein zu schwingen. Immer wieder haben wir uns nach passenden Tanzkursen umgesehen, doch das Richtige war nie dabei. Zumindest habe ich es nicht gefunden. Dafür H.! Nachdem wir nämlich daraufgekommen sind, dass der Hochzeitstanz kein unwesentliches Element des Tages darstellt und ein leidenschaftliche „Hosentürlreiber“ vielleicht nicht das geeignete Mittel ist, um die Gäste zu beeindrucken, hatte H. die glorreiche Idee, einen Profi zu engagieren, um unsere linken Füße zumindest halbwegs in Gleichschritt zu bringen. Und nach drei Stunden unter den wachsamen Augen unseres genialen Lehrers Christoph von „Hochzeitstanz Wien“ kann ich mit Stolz verkünden: Ich steige H. nur noch bei jedem dritten Schritt auf die Zehen und er dreht mich bereits deutlich seltener in die falsche Richtung. Noch ein paar Wochen und wir habens drauf! Oh, ich vergaß. Die 18 Tage-Frist! Na gut, dann wirds halt ein Hosentürlreiber deluxe 😛

Ich fasse zusammen: H. hat sich um die Ringe und sämtliche Telefonate sowie den Tanzkurs gekümmert. Außerdem hat jetzt auch das letzte Kind etwas Passendes zum Anziehen und auch die Details für die Torte sind geklärt. Dazu waren wir nochmal im Mehlspeislabor, wo uns Christina hervorragend beraten hat. Die Torte wird ein Traum! Aber dazu am 16. September mehr 🙂 Die To-Do-Liste schrumpft langsam aber doch und wir haben die letzten Zusagen unserer Gäste erhalten. Besser gesagt, glauben wir, dass wir alle Zusagen erhalten haben, denn die liebe C. alias meine Wenigkeit hat ein wahres Kunststück vollbracht: Ich habe die Mailadresse, an die die Gäste ihre Zusagen plus Fotos schicken sollten, gelöscht. Einfach so. Mir war gerade danach *verzweifeltschau*
An dieser Stelle auch die Erklärung für den Titel des Beitrags: Jetzt wird sich zeigen, wer diesen Blog wirklich aufmerksam liest, denn hiermit verkünde ich voller Stolz die neue Mailadresse, die ich nur noch angreife, wenn H. mir seine ausdrückliche Erlaubnis dazu gibt. Also, liebe Gäste: Alle, die eine dünne aber liebevoll gestaltete Einladung von H. und mir erhalten haben – seid bitte so lieb und schickt uns eure Zusage plus nettem Foto von euch an hacon160922@gmx.at. Falls sich sonst noch jemand davon angesprochen fühlt – wir freuen uns immer über Fanpost! Nur Einladung gibt’s trotzdem keine 😉
War sonst noch was …? Mal überlegen … Ich weiß nicht so recht. Mir fällt grad nichts ein … Ach, ja! Ich habe endlich mein Brautkleid abgeholt! Zusammen mit Kerstin, der besten Trauzeugin-Assistentin-Assistentin von allen, habe ich mich ein halbes Jahr nach dem Aussuchen meines Kleides auf zu True Society gemacht, um der Wahrheit ins verfressene Auge zu blicken. Die Folgen des dreitägigen All-inclusive-Urlaubs sind nämlich leider immer noch nicht ganz verschwunden. Meine leise Hoffnung: Sie haben mein Brautkleid eine Nummer größer bestellt … dem war leider nicht so. Also konnte ich nur noch beten.
Als ich den weißen Kleidersack mit meinem Namen darauf in der Kabine hängen sah, hämmerte mein Herz wie verrückt. Würde mir das Kleid noch gefallen? Wäre ich vielleicht enttäuscht? Was, wenn mein gutes Gefühl vom letzten Mal nicht mehr da wäre? Meine Brautberaterin Vanessa öffnete den Reißverschluss – und da war es! Als ich mein Kleid wiedersah, durchfuhr mich ein Glücksgefühl und ich wusste: Das ist es! Das ist mein Kleid! Jetzt musste es nur noch passen. Vanessa hatte zwar etwas Mühe beim letzten Knopf, aber nach wenigen Minuten konnte ich mich das erste Mal nach vielen Monaten wieder in meinem Traumkleid sehen. Es passte perfekt. Es war wunderschön. ICH fühlte mich wunderschön. Genau so möchte ich H. in 18 Tagen heiraten. In genau diesem Kleid möchte ich auf ihn zugehen und den Blick in seinen Augen sehen, der hoffentlich nur eines sagt: Ja, ich will!

Hallo Ihr 2 Turteltauben,
nachdem ich beim letzten Mal gelesen habe, dass es schon schön wäre, auch etwas von eurer treuen Leserschaft zu hören, einmal ein Beitrag von mir:
Dieser Blog ist echt der Waaaaaahnsinn!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich freu mich jedes Mal riesig, wenn wieder ein Eintrag in meinem Postfach ist! Ich kann eure Aufregung und den Stress so gut nachvollziehen und mit euerm lebhaften Blog „leide“ ich fast schon mit 😉 (Hausbaustress und Hochzeit – ich hab da so ein Deja vu von 2018 *LOL*)
DANKE euch beiden für diese wunderbaren Einblicke in die letzten Wochen und Monate!!!
Ich wünsche euch für die letzten 18 Tage noch viel Kraft und Energie – und dann den schönsten Tag eures Lebens – der erste Tag eurer gemeinsamen Reise in die Zukunft! Alles Glück dieser Erde und ich hoffe, wir sehen uns vielleicht doch einmal in Tirol,
Ganz liebe Grüße
Vreni
P.S. hoffentlich ist nach 18 Tagen nicht Schluss mit dem Blog! Wäre echt ein Drama!!!!
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Liebe Vreni! Vielen vielen Dank für deine lieben Worte und die Fanpost 🙂 Wir freuen uns riesig, dass dir unser Blog so gut gefällt. Wenn du dasselbe vor vier Jahren durchgemacht hast, macht mir das Mut, dieses Chaos ohne bleibende Schäden zu überstehen *lach* Ob wir den Blog auch nach der Hochzeit weiterführen, steht noch in den Sternen. Vielleicht bekommt ja H. Lust drauf, einen eigenen Blog zu starten – über das schwierige Dasein als Ehemann 😉 Auch dir alles Liebe und bis hoffentlich bald in Tirol! Bussi, Conny
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